Mein Artikel zur Smart Message Language ist „viral“ gegangen. Naja, für meine Verhältnisse zumindest. ;-)

Kein anderer Artikel in diesem Blog hat auch nur annähernd so viel Reaktion erzeugt. Die Latte liegt niedrig: das meiste schreibe ich hier eh ins nichts, kommentiert wird nicht. Was aber auch okay ist, hauptsächlich schreibe ich hier ohnehin um später selbst auf Sachen zurückgreifen zu können.

Alt: Arduino mit Netzwerk
Alt: Arduino mit Netzwerk

So brauchte ich kürzlich nochmal die Aufzeichnungen darüber wie ich meinen Stromzähler auslese. Nicht das Protokoll, sondern das Gerät das ich mir dafür gebaut habe. Und dessen Beschreibung ich im oben verlinkten Artikel angekündigt habe.

Tja. Die Beschreibung ist nie erfolgt. Und mittlerweile ist sie obsolet.

Es war ein Arduino Nano, daran hingen eine Platine mit einem Netzwerkanschluss (ENC28J60) und ein Infrarot-Lesekopf den ich seinerzeit irgendwo aus dem Volkszähler-Umfeld gekauft habe. Der Arduino hat auf Basis der Erkenntnisse die wir über SML gelernt haben den Zähler ausgelesen und die Ergebnisse per MQTT veröffentlicht. Alles war hart verdrahtet, sowohl die Hard- als auch die Software. Das Ding konnte nur meinen damaligen Zähler auslesen, und um die eigene IP oder die des MQTT-Brokers zu ändern musste die Firmware neu übersetzt werden.

Nicht elegant, aber es hat fast zehn Jahre funktioniert. Und es hätte noch länger funktioniert, wenn ich nicht mein Netz komplett umgekrempelt hätte.

Die neue Verdrahtung

Den Lesekopf habe ich immer noch, aber der hängt jetzt an einem ESP8266-Modul das ich hier noch rumliegen hatte (Witty Cloud).

Auf dem Controller läuft die Tasmota Firmware, und die bringt alles mit was man sich in diesem Zusammenhang wünschen kann.

Naja, hier ist beschrieben wie man die Firmware mit SML-Funktionalität compiliert. Man trägt nur einen Block in die Datei tasmota/user_config_override.h ein, danach kann man einfach mit Platformio compilieren und flashen. In der Weboberfläche der Firmware kann man dann eine Art Skript hinterlegen (Beispiele unter dem o. g. Link), damit liest das Ding den Zähler aus und schickt die Daten zur Weiterverarbeitung per MQTT.

Die Lösung gefällt mir richtig gut. Kostengünstig, Open Source und sehr flexibel. Wer nicht selbst basteln möchte, oder wer nicht ohnehin einen Lesekopf rumliegen hat, kann sich für kleines Geld ein fertiges Modul kaufen. Man suche dafür auf der Auktionsplattform seines Vertrauens nach dem Begriff „Hichi“.

Seit zwei Wochen spiele ich mit Home Assistant, da gibt es direkt eine Integration für Tasmota. Die hatte ich eh schon aktiviert, weil ich hier zwei ältere WLAN-Schaltsteckdosen habe (Sonoff S20) auf denen damit jetzt die gleiche Firmware läuft wie am Stromzähler. Oh, und das Modul in meiner Wandlampe habe ich auch direkt nochmal ausgetauscht, jetzt kann die auch nicht nur MQTT sondern hat ein schickes Webinterface zur Wahl der Beleuchtung. :-)

Eigentlich wäre mir die Meldung keinen Kommentar wert: Windows-Editor: Details zur Markdown-Sicherheitslücke.

Immer wenn ich von Windows Notepad höre denke ich an die „this app can break“-Nummer, die älteren erinnern sich vielleicht. Gerade habe ich nachgesehen, und mein Kommentar dazu ist fast genau 20 Jahre alt. :-)

Ich hätte nicht damit gerechnet, aber offenbar wird das Programm auch in 2026 immer noch genutzt. Und Microsoft hat die Zeit genutzt um den ursprünglich mal schlank-minimalistischen Editor aufzublasen. Rausgekommen ist neben Markdown-Funktionalität ein CVE-Eintrag der Stufe „High“. Remote Code Execution.

Ich stelle mir mal einen Timer für 2046, bin gespannt wie es dann darum stehen wird… :-)

Seit ein paar Tagen beschäftige ich mich intensiv damit, wie man mit dem Computer Musik macht. Vorweg: ich bin kein Musiker, und ich werde auch keiner. Aber eine von meinen Lieblingstöchtern singt gerne, und das nehme ich natürlich gerne als Aufhänger dafür mich in ein neues Gebiet reinzunerden.

Ich nutze wann immer das möglich ist freie Software, also bin ich bei der Aufnahme und Bearbeitung von Sound ziemlich schnell — nach einem kurzen aber unvermeidbaren Zwischenstopp bei Audacity — bei Ardour gelandet. Das ist eine Digital Audio Workstation, offenbar nutzen Leute mit Ahnung sowas um Musik zu produzieren. Einige Namen der kommerziellen Konkurrenz habe ich schon gehört: Ableton, Reason oder Cubase. Wie weit Ardour davon entfernt ist weiss ich nicht, auf jeden Fall bin ich beeindruckt (und erschlagen) von dem Funktionsumfang.

Unter anderem kann man mit dem Ding (natürlich) MIDI abspielen, also praktisch Musikinstrumente bedienen ohne wirklich Ahnung von Rhythmus oder Melodie zu haben. Dabei können die Instrumente dafür wirkliche MIDI-Instrumente sein (mit Tasteninstrumenten rechnet man irgendwie, ich habe aber auch schon MIDI-Gitarren (nein, nicht solche Playstation-Teile!) und ein MIDI-Akkordeon gesehen), oder Synthesizer — tatsächlich im Sinne von Tongenerator, einzubinden als Plugin in Ardour.

Und eben ein solcher ist Cardinal. Und zwar einer von der modularen Sorte:

Ein „Patch“ den ich am Beispiel eines Videos gemacht habe.

Modulare Synthesizer bestehen, wie der Name schon suggeriert, aus Modulen aus denen man sich seinen Klanggenerator zusammenbaut. In der wirklichen Welt funktioniert das ähnlich wie Lego: man gibt viel Geld für die Module aus, schraubt sich die Dinger in ein Rack und bastelt mit Kabeln und Knöpfchen so lange rum bis man seinen Sound gefunden hat.

Vor einigen Jahren gab es dazu eine Ausgabe von CRE, und da die Technik eigentlich antiquitiert gut abgehangen ist hat die nichts von ihrer Aktualität verloren. Wer sich für das Thema interessiert kriegt da auf jeden Fall einen guten Überblick.

Ich bin hoch erfreut dass es sowas in virtuell gibt. Nicht weil ich da einen Nutzen raus ziehen könnte, sondern weil es mich immer schon gereizt hat mit so einem Ding zu spielen. Vor Ewigkeiten hatte ich mal einen Abend die Gelegenheit mit einem moderneren Synthesizer zu spielen, einem Roland MC-505. Das hat schon echt Spass gemacht, und ich könnte da immer noch eine Menge Spaß mit haben. Das hier ist aber wesentlich ursprünglicher, und auch wenn mich der Funktionsumfang erschlägt — mitgeliefert werden 974 (!!!) unterschiedliche Module — ist das echt ein spannendes Spielzeug.

Oh, und noch ein Tipp: wer nicht alleine wohnt sollte für den ausgedehnten Spielspaß unbedingt Kopfhörer haben… :-)

Achtung, sicher!

Achtung, sicher!

Es ist wirklich kein schöner Anblick, und ich fühle mich jetzt auch etwas schmutzig. Fragt bitte nicht wo ich mich mit einem Windows 2003 Server in Verbindung gesetzt habe.

Fakt ist: ich habe versucht den Server mit Google in Verbindung zu bringen. Und der verwendete Internet Explorer hat mich gewarnt (!) daß ich auf einer sicheren Verbindung unterwegs bin.

Früher war nicht alles besser. Echt nicht. Das gilt für Windows doppelt…

Vorweg: Ich habe das noch nicht selbst ausprobiert, aber ich weiss dass ich mal nach sowas gesucht habe.

Viele Gruppen nutzen zur Findung von Terminen die Webseite doodle.com. Der Dienst funktioniert prima, für einige Anwendungen fände ich es aber wesentlich angebrachter einen solchen Dienst selbst zu hosten. Wenn ich mal wieder Bedarf habe werde ich auf jeden Fall einen Blick auf Dudle werfen. Die Funktionalität scheint in etwa die gleiche zu sein, und man kann es „zu Hause“ installieren. Wer das nicht mag findet bei der TU Dresden eine gehostete Version.

sed -f arkanoid.sed

sed -f arkanoid.sed

Wer viel an der Unix-Shell unterwegs ist kennt das Tool sed. Das steht für Stream EDitor, es ist ein kleines aber mächtiges Tool zum automatischen Bearbeiten von Texten. Ich nehme an dass es in mindestens 98% aller Einsätze nur zum Suchen und Ersetzen genutzt wird (per s///).

Ich wusste schon dass es mehr kann, aber eine wirkliche Implementierung von Arkanoid hätte ich nicht erwartet. Wow!

Notiz am Rande: auf meinem ersten Rechner hieß das auch Arkanoid. Original heißt das Spiel Breakout und ist sehr direkt mit der Firma Apple verknüpft. Mehr steht im Abschnitt Entwicklung des Wikipedia-Artikels.

War mir nicht bekannt, aber man kann sudo so einstellen dass es einen nach Eingabe eines falschen Passwortes… originell abweist. :-)

Wer nur die Antworten sehen möchte kann das — zumindest auf Ubuntu — so machen:

Vor gut zehn Jahren hatte ich schon mal einen ähnlichen Tipp im Blog, damit bietet dann praktisch jedes Tool in der Shell diesen… Service. :-D

Ich hatte schon öfter was über ungewöhnliche Programmiersprachen geschrieben. Zuletzt über Folders, eine Sprache die ganz ohne Dateien auskommt.

Heute habe ich zwei neue Sprachen kennengelernt. Nein, nicht gelernt. Nur erfahren dass es das gibt. Da wäre zum einen Qalb, eine Sprache in der die Quelltexte (eigentlich auch der Name, aber bei قلب hätte ich noch weniger Ideen zur Aussprache als bei der lateinischen Umschreibung) in arabischer Schrift verfasst werden. Hier gibt es alles was man braucht bei Github. :-D

Die Sprache ist aber schon älter, neuerdings gibt es — ebenfalls bei Github — eine Sprache namens Potaka (wieder eine lateinische Umschreibung, für পতাকা fehlt mir nicht nur eine Idee zur Aussprache sondern sogar die Zeichen im Font). Um die zu beherrschen sollte man bengalische Schrift entziffern können. Wer es versuchen mag: das hier sieht nach einem Spielfeld aus — genau sagen kann ich das aber nicht… ;-)

Da jemand gefragt hat: offenbar kann man in WordPress-Kommentaren ganz normale <pre>-Tags benutzen um Quelltexte in Kommentaren beizusteuern.

Und da ich hier das Crayon Syntax Highlighter Plugin installiert habe kann man sogar noch etwas Farbe ins Spiel bringen: mit <pre class="lang:sh"> sagt man zum Beispiel direkt dass es sich um ein Shell-Skript handelt. Das wird dann so dargestellt:

Will man das? Nicht notwendigerweise. Aber gerade bei längeren Skripten kann das schon hilfreich sein…