Waschmittelfrage?!?

Nein, ich schreibe jetzt nicht jeden Tag was neues auf die Seite. Aber nachdem ich gestern die große Pause abgebrochen habe bin ich heute mal neugierig in die Aufrufstatistiken gegangen. Mal nachsehen ob das hier tatsächlich noch gefunden wird.

Das Statistik-Tool meiner Wahl — Matomo — hat einen SEO-Block, und der sagt unter anderem „Domain Age: 20 years 71 days“. Wie immer bei SEO ist das Kaffeesatzleserei, aber ich habe gerade mal nachgesehen: angemeldet habe ich die Domain am 07.11.2000, das wirkliche Jubiläum wäre also vor etwas mehr als einem halben Jahr gewesen.

Die Geschichte der Seite ist auf der Meta-Seite nachzulesen. Daher stammt auch der Screenshot, der zeigt die Seite wie sie vor 20 Jahren ausgesehen hat. Über den Quote in der Mitte musste ich wieder schmunzeln, ich bin also immer noch leicht zu amüsieren. Was es mit der Waschmittelfrage unten links auf sich hatte fiel mir beim besten Willen nicht mehr ein, aber… das Internet vergisst nicht;-)

Die Liste gibt es am Ende des Artikels als PDF zum Ausdrucken

Nach langer Zeit der erste richtige Artikel. Und es geht um ein analoges Spiel namens MicroMacro: Crime City.

Ich weiß nicht ob man das als Brettspiel bezeichnen kann, ein Spielbrett gibt es nämlich nicht. Stattdessen ein riesengroßes monochromes Wimmelbild. Gezeigt wird eine Stadt in der jede Menge los ist. Wohnen möchte man da nicht unbedingt, bei genauem Hinsehen sieht man viele Verbrechen, vom Diebstahl bis zum Mord. Und diese Verbrechen kann man tatsächlich anhand des Bildes aufklären.

Wer sich das nicht vorstellen kann klickt auf diesen Link, da gibt es einen Demo-Fall den man online spielen kann. Alternativ sieht man sich die Schachtel genau an, auch da kann man den ersten Fall schon lösen ohne das Spiel auszupacken.

Zusammen mit meinen Töchtern habe ich schon mehr als die Hälfte der Fälle aufgeklärt, wir hatten eine Menge Spaß mit diesem wirklich völlig neuen Spielkonzept. Ich freue mich auf den Nachfolger der für den Herbst angekündigt ist, und ich wünsche dem Verlag viel Erfolg bei der Verleihung des Preises „Spiel des Jahres“. Nominiert ist das Spiel schon mal.

Kommen wir zum Grund für diesen Artikel: wir besitzen die erste Auflage des Spiels. Und ich vermisse ein Feature das in einer neueren Auflage dazu gekommen ist: Triggerwarnungen. Im Spiel sind 16 Fälle enthalten, einige davon behandeln Themen mit denen man jüngere Kinder vielleicht nicht unvorbereitet konfrontieren möchte. In der Neuauflage hat jeder Fall eine Kennzeichnung die aussagt ob man sich den Fall vielleicht erstmal selbst ansieht bevor man seine Kinder ran lässt. Im Spiel gibt es keine wirklich expliziten Darstellungen, das ist meiner Meinung nach absolut tauglich für achtjährige (so wird es auch auf der Schachtel empfohlen). Aber mit Mord und Totschlag kann man vielleicht doch den Spieleabend in eine unerwünschte Richtung lenken…

Der Verlag war so freundlich, mir eine Datei mit den Deckblättern der neuen Version zur Verfügung zu stellen. Das ist nett, lässt sich aber leider nur umständlich in das Spiel integrieren. Also habe ich die Datei mit einer Idee von BGG kombiniert und einmal durch Inkscape gezogen. Herausgekommen ist eine A4-Seite die man ausdrucken und in die Schachtel legen kann. Man sieht alle Fälle und deren Schwierigkeitsgrad, zusätzlich die Einschätzung der Redaktion bezüglich der Inhalte. Neben jedem Fall ist ein Kästchen in dem man dann auch einfach abhaken kann ob der schon gelöst wurde oder noch nicht.

Ich glaube das könnten auch andere — insbesondere Eltern — brauchen, also habe ich den Verlag um Erlaubnis gebeten die Datei hier anbieten zu dürfen. Hier ist sie, viel Spaß damit:

Nein, die Schatenseite ist nicht tot. Es geht weiter, auch wieder mit Bastelprojekten und dem ganzen Kram der hier sonst stattfindet.

Aber noch nicht heute.

Heute muss ich mir erstmal Luft machen. Hier kommt nichts neues, das wurde alles schon von vielen Leuten geschrieben. Trotzdem muss es raus. Schon allein damit ich das bei Gelegenheit selbst mal nachlesen kann.

Hier stand ursprünglich ein langer Entwurf für diesen Post. Sehr lang. Wall of Text. Eine Beschreibung meines Umfelds, meine Sicht auf Corona-Maßnahmen und deren Lockerungen und was das alles mit mir macht. WordPress hat angezeigt dass da fast 1500 Worte zusammengekomen sind. Die Version habe ich verworfen und durch eine Kurzfassung ersetzt. Die wieder erweitert und dann doch wieder gekippt. Jetzt also nach reiflicher Überlegung die „tattooable version“, zu der kann ich stehen:

Mir fehlen die Worte. :-|

In der fünften Klasse wird zur Zeit im Matheunterricht das „Zweiersystem“ erklärt, Leser dieses Blogs werden das eher als Binärzahlen kennen. :-)

Meine Lieblings-Fünftklässlerin hat mich um Hilfe gebeten, und natürlich tut man was man kann. Was kann man tun wenn man ein Geek mit einem Lasercutter ist? Man baut ein Zählwerk:

Binärzähler, Laser in Holz

Die Idee dazu kam von Twitter, das Video da ist mir vor längerer Zeit mal aufgefallen. Der Macher hat die Dateien offenbar doch nicht mehr veröffentlicht, also musste FreeCAD ran.

Ich bin echt zufrieden mit dem Ergebnis, offenbar hat es auch wirklich beim Verständnis geholfen wenn man physisch sieht wie bei einem Überschlag — und das ist hier wörtlich zu nehmen — die jeweils nächste Stelle ins Spiel kommt.

Falls noch jemand Interesse an dem Ding hat, hier sind die Dateien (geplant für 4mm Material):

Ich beharre auf meiner Ansicht: „Morgen“ ist, nachdem ich geschlafen habe. :-)

Dementsprechend ist „Heute“ noch der zweite Weihnachtstag, und nachdem ich den Blog am selbigen in 2004 gestartet habe ist es der fünfzehnte Jahrestag.

Es ist viel passiert, in der Zeit. Das meiste hat natürlich nicht hier im Blog stattgefunden. Nicht mal das meiste der für mich bedeutsamen Ereignisse. Vor 15 Jahren war ich noch Junggeselle, aber schon mit meiner späteren Frau liiert. Ich betrachte mich mittlerweile als glücklich verheiratet, und als stolzen Familienvater. Über die Jahre habe ich mich darüber hinaus mit einigen Sachen beschäftigt. Hobbies die hier stattgefunden haben (Was mit Elektronik), Hobbies die privat stattgefunden haben (Was mit Brettspielen) und — das hätte ich damals kategorisch ausgeschlossen — sogar ein Hobby das es zu einem kleinen Nebenerwerb in Form eines Unternehmens gebracht hat (Was mit Holz).

Wie auch immer: das Leben geht weiter, und es hat sicher — auch wenn mir das eigentlich gegen den Strich geht — noch ein paar Überraschungen parat. Und auch wenn ich den Blog jetzt anders bespiele als früher geht es auch hier weiter. Immer wenn ich der Ansicht bin dass es was zu schreiben gibt, aber, und das möchte ich betonen: nicht öfter.

Ich habe auch schon wieder was interessantes zu zeigen, aber das seht Ihr erst nachdem es mein Patenkind sieht. Aus Gründen. :-D

Ach ja: im Titel steht „15 Jahre (netto?)“. Den Blog gibt es seit 15 Jahren, ununterbrochen. Aber ein fünfzehnjähriges Jubiläum ist in meinem Hirn fest mit der besten Band der Welt und ihrem „15 Jahre Netto“ Konzert verbunden. Ich kann (und will) nicht sagen wie oft ich die live gesehen habe, nur soviel: ich freue mich auf 2020. ;-)

Der Satz mit dem ich vor fünf Jahren abgeschlossen habe behält seine Gültigkeit: vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit!