Nur mal eben am Rande angemerkt: Sowohl die aktuelle c’t (bisher nur die Titelseite betrachtet, noch nicht nachgesehen ob der Inhalt meine Aufregung entkräften kann) als auch die aktuelle Ausgabe von c’t-Magazin-TV beschäftigen sich mit dem Thema wie man seinen Rechner sicher konfigurieren kann.

Ein schönes weil greifbares Bild für die Sinnhaftigkeit der Installation von Firewalls und Virenscannern (von Drittanbietern!) ist in dem Zusammenhang die Aussage ‚Sie würden ja zu Hause auch nicht einfach Türen und Fenster offen stehen lassen‘. Verschwiegen wird wieder einmal, daß es im Wesentlichen nur einen Hersteller von Häusern gibt, der Fenster gar nicht erst mitliefert und die Türen erst auf Wunsch geschlossen werden. Fatal, gerade da es sich dabei um Häuser handelt bei denen sich ein Einstieg nicht allzu schwierig gestaltet, und wenn der Einbrecher erstmal drin ist kann er natürlich auch das vorhandene Telefon benutzen…

… würden Sie, liebe c’t-Redakteure, überhaupt so ein Haus kaufen? Oder es in Ihrer Funktion als Bausachverständige dem unbedarften Wohnungssucher empfehlen ohne auf kostengünstigere Alternativen mit — auch wenn sich das in diesem Zusammenhang paradox anhört — Fenstern hinzuweisen?!?

PS: Schade, daß hier kaum ein Redakteur mitlesen wird…

PS/2: Ich bin mir sehr wohl im Klaren darüber, daß gerade in der c’t — deren Abonnement ich weiterhin nicht kündigen werde, und die ich weiterhin für eine der besten IT-Zeitungen auf dem deutschen Markt halte — erfreulich viel über Linux alternative Betriebssysteme berichtet wird. Allerdings kann ich nicht nachvollziehen, daß gerade in diesem Zusammenhang nur empfohlen wird, an fehlerhaften Systemen herumzudoktern statt auf eine brauchbare Alternative auszuweichen… :-(

Daß Leute die tatsächlich mit MS-Produkten arbeiten müssen sehr oft nicht gut auf die Hersteller zu sprechen sind ist bekannt. Daß aber sogar die ARD-Börse mitmischt:-)

Was schenken Sie Bill Gates zum Geburtstag von Microsoft?
Microsoft feiert sein 30-jähriges Firmenjubiläum. Welches Geburtstagsgeschenk würden Sie Firmen-Gründer Bill Gates mitbringen?

  • Linux-Software, damit er weiß, wie es auch geht.
  • 100 Google-Aktien, damit er sieht, dass Kurse sich auch nach oben bewegen können.
  • Eine neue Garage, damit er einen neuen „Super-seller“ basteln kann.
  • Eine Fahrt auf eine einsame Insel ohne Internet- und Telefon-Anschluss, damit er die Welt in Ruhe lässt.

Nur der Vollständigkeit halber: Ich habe nicht mit abgestimmt!

Ausschnitt aus Golem.deNein, nicht wirklich. Microsoft sponsort aber offenbar Links bei Golem.de. Das ist nicht weiter verwunderlich.

Bemerkenswert ist aber, daß das Schlüsselwort ‚Linux‘ einen Sponsoren-Link von MS auf den Schirm bringt. Ich habe mir die verlinkte Seite ehrlich gesagt nicht angesehen. Aber sicher wird unter dem Link ein detailliertes, ausgewogenes und wahrheitsgetreues Bild der Situation gegeben, oder?

BTW: Ich bin darauf gekommen als ich mir die Logitech-Tastatur mit dem Display angesehen habe. Für 79 Euro scheint die eine Überlegung wert zu sein. Für das Display würden mir auch aus dem Stand verschiedene Verwendungen einfallen…

Auf bit-tech.net berichtet jemand, daß er unter Wine (also dem Windows-Emulator unter Linux) ein DirectX installieren wollte. Seit einiger Zeit versucht Microsoft durch einen sogenannten WGA-Test (Windows Genuine Advantage) festzustellen ob es sich bei dem Downloader tatsächlich um eine lizensierte Windows-Kopie handelt. Und siehe da:

clicketyclick. copy-paste-code. clicketyclick.
A few brief moments later….
Et voila. Whaddya know, it turns out that Linux, using wine, is an actual genuine copy of Windows, according to the WGA checker exe.

Sieht so aus als hätte in Redmond tatsächlich jemand ein Herz für Pinguine… :-D

Beeindruckend, was die Profis bei Microsoft so alles können. Irgendwie kommen einem beinahe alle Neuerungen im Internet Explorer 7 aus anderen Browsern bekannt vor, aber es ist schön daß in Zukunft auch Anwender die nicht über ihren Browser nachdenken nicht darauf verzichten müssen…

Ich schlage vor, daß diejenigen die nicht auf den IE7 warten möchten sich ein passendes Theme für den Firefox schneidern. Kann mehr, ist voraussichtlich auf längere Sicht sicherer und schön schnell verfügbar. Ach ja, und plattformunabhängig.

Gestern war ein Tag, der im Hause Microsoft wahrscheinlich mit gemischten Gefühlen begangen wurde. Zum einen gab es den dreißigsten Jahrestag des ersten Geldverdienens zu feiern, zum anderen wurde ein großer Teil des Vermögens an IBM gezahlt — als ‚außergerichtliche Einigung‘ im Kartellstreit.

Der Vergleich steht in einer ganzen Reihe von Einigungen, die der Softwareriese mit der Zahlung zum Teil hoher Summen abgeschlossen hat. Im vergangenen Jahr hatte Microsoft einen Streit mit seinem Konkurrenten Sun mit der Zahlung von rund 1,6 Milliarden Dollar beigelegt. Im März zahlte das Unternehmen an Burst.com insgesamt 60 Millionen Dollar für die Beendigung eines Patentstreits. Und im vergangenen April erstritt der Computerhersteller Gateway in einem ganz ähnlichen Streit wie dem jüngsten die Zahlung von 150 Millionen Dollar.

Nicht ohne mich etwas zu amüsieren (aber nur etwas!) habe ich einen Artikel bei Heise gelesen, nach dem Sony BMG eine Anleitung zum Umgehen des Kopierschutzes auf ihren aktuellen Veröffentlichungen gibt. Das betrifft nur das in den USA eingesetzte Verfahren, aber es ist klar wohin die Reise geht: Der Konzern hat natürlich Angst davor, daß die iPod-verwöhnte Käuferschaft sich die Sachen lieber illegal saugt als sie zu kaufen. Klar soweit.

Trotzdem stellt sich weiterhin die Frage ob es von vornherein eine gute Idee ist, die Käufer erst mit eingeschränkt nutzbaren kaputten CDs abzuschrecken und dann zurückzurudern. Und es stellt sich die Frage, ob das Verfahren zum Umgehen des Kopierschutzes überhaupt legal ist. Soweit ich mich erinnere ist doch gerade das der verbotene Teil, oder?

Erschreckend, was Spiegel Online über ein Musik-Handy von T-Mobile schreibt. Erst geht es um die Technik des neuen Gerätes, dann um die Download-Funktionen:

Die Songs kosten ein jeder happige 1,49 Euro (Apples Musikshop verlangt 0,99 Cent). Das Download-Procedere ist nur etwas für geduldige Menschen – Mansons „Saint“ (575 Kilobyte) schafft mein Testgerät in 3:06 Minuten. Zweimal bricht der Ladevorgang ab, insgesamt benötige ich etwa 15 Minuten, um alle drei gewünschten Lieder zu überspielen.

Der Preis für ein einzelnes Lied ist eine Frechheit, die Technik läßt zu wünschen übrig. Auffällig ist die kleine Dateigröße… Aber weiter im Text:

Offenbar ist T-Mobiles Musikseite mit T-Mobiles Musikhandy nicht hundertprozentig kompatibel. Ich versuche es mit Marilyn Manson. Das geht, aber die Klangqualität erinnert an ein altersschwaches Kofferradio. Der Grund dafür ist, dass T-Mobile für seinen Musikshop eine niedrige Bitrate verwendet – bei qualitativ hochwertiger Kodierung würden die Downloads ewig dauern.

Seltsam ist auch, dass der Manson-Song ebenso abrupt anfängt wie er aufhört. Ich kenne das Lied und wundere mich. Wo ist das Intro? Wieso gibt es keinen richtigen Mittelteil? Was ist mit dem Schluss passiert?

Die grausige Antwort: T-Mobile hat Marilyn zerhäckselt und kastriert. Auch in niedriger Komprimierung (sprich schlechter Qualität) wäre das Stück „Saint“ immer noch in etwa ein Megabyte groß und damit zu wuchtig für einen Download über das herkömmliche GPRS-Netz. Um „Saint“ auf das halbe Datenvolumen einzudampfen, hat der Anbieter den Titel brutal gekürzt – von 4:30 auf 1:33 Minuten.

Darum steht auf dem Download-Button in T-Mobiles Shop „Get Mix“ und nicht etwa „Get Song“. Mix ist wohl Marketingsprech für „Lied in mieser Qualität bei dem die Hälfte fehlt und das sich auf anderen Geräten nicht abspielen lässt“. So etwas sollte man keinem Rocksong antun. Nicht einmal, wenn er von Marilyn Manson ist.

Man stelle sich vor, wie man sich als Musik-affiner Kunde fühlt nachdem man das Gerät, den Vertrag und die Musik teuer gekauft hat…

Wie können die als Technik-Anbieter es auch nur wagen, sich am Inhalt der Stücke zu vergreifen? Und wie können die Rechteinhaber das zulassen?!?