Sans Bullshit Sans

Sans Bullshit Sans

Viele kennen, lieben und benutzen das Wort Bullshit-Bingo im Zusammenhang mit Meetings, manchen auch als Buzzword-Bingo bekannt. Einige kennen auch den dazugehörigen Dilbert-Comic von 1994.

Neu ist ein Font namens Sans Bullshit Sans. Der nutzt die Ligatur-Funktion in dem Font, aber nicht um typographisch zusammengehörende Buchstaben zusammenzufassen, sondern er fasst gleich ganze Worte zu Bullshit-Labels zusammen. Wie das aussieht kann man im Screenshot sehen, da habe ich den Satz aus dem genannten Dilbert eingegeben. :-)

Den Font kann man als Systemschriftart installieren, so kann man seinen Browser dahingehend tunen dass Marketing- und Management-Worthülsen stylish weggefiltert werden.

Einstellungen in der App

Einstellungen in der App

Da ich da gerade eine Weile mit gekämpft habe: es ist tatsächlich auch mit der aktuellen Version der WordPress-App auf Android möglich, sich mit einem Blog zu verbinden dessen Administration hinter einer Base Authentication steckt.

Mein Blog wird von einem Nginx-Webserver ausgeliefert, und dem habe ich gesagt dass der Zugriff auf das Verzeichnis /wp-admin/ und die Datei /xmlrpc.php passwortgeschützt sein soll. Ich habe — wie vermutlich jeder andere WordPress-Betreiber auch — sonst erschreckend viele Anmeldeversuche aus aller Welt. Das muss nicht sein.

Aus Gründenâ„¢ habe ich Heute mal versucht, die WordPress-App zu benutzen. Die Anmeldung am Blog war nicht einfach, und die Fehlermeldung war irgendwo zwischen Nichtssagend und nicht vorhanden. In den Logs auf dem Server habe ich gesehen dass es Abrufe gab, aber die wurden nur mit einem 401 quittiert. Die App hat mich nicht nach den Credentials gefragt.

Da das nicht intuitiv ist, und da ich gerade auch nicht mehr die Seite finde die mich darauf hingewiesen hat: es funktioniert wenn man in der App nicht nur die URL des Blogs angibt, sondern den vollen Pfad zur Schnittstelle. Also in meinem Beispiel https://blog.schatenseite.de/xmlrpc.php. Nach dem ersten Verbindungsaufruf wird man dann nach Name und Passwort gefragt, alles ist gut.

Bislang hatte ich echt Glück mit meinen Notebooks. Die Platten sind stabil geblieben, und auch die Software hat mich nicht hängen gelassen. Backups habe ich sträflich vernachlässigt. Ich habe welche gemacht, ja. Aber manuell, und somit nur alle paar Monate mal. Mea Culpa.

OK, jetzt also richtig. Und mit meinem Werkzeugkasten.

Mein Handy sichere ich schon seit ich Android benutze mit rsync. Alle verwertbaren Daten werden so nachts in ein Verzeichnis auf meinem Backup-Server gesynct. Da habe ich also immer eine Kopie des aktuellen Standes. Um auch historische Versionen zu haben sichere ich dieses Verzeichnis auf dem Server nochmal mit dirvish. Das macht sogenannte Hardlink-Backups, so dass ich mehrere historische Stände haben kann in denen identische Dateien nicht mehrfach Plattenplatz brauchen.

So ähnlich machen wir das jetzt auch mit dem Notebook. weiterlesen

Ich habe hier ja schon öfter was über Emulatoren geschrieben. Insbesondere fasziniert mich, was sich mittlerweile mittels JavaScript im Browser nachbauen lässt. Auch wenn das vermutlich nie meine Sprache wird: Hut ab für die Möglichkeiten die man da offenbar hat!

Bislang komplett an mir vorbeigegangen ist das Projekt JSMESS. Das ist ein JavaScript-Port von MESS, man kann damit also ein ganzes Museum von alten Rechnern emulieren. Unter anderem auch einen Schneider CPC 464 — meinen allerersten Computer. :-)

Aber zurück zum Titel: MESS ist eigentlich eine Abwandlung von MAME, dem Multiple Arcade Machine Emulator (der mich seinerzeit zu MAME-Control inspiriert hat). Und mit einer JavaScript-Version von MAME hat das Internet Archive jetzt eine Online-Arcade gebaut: in der Internet Arcade kann man hunderte von alten Automatenspielen im Browser daddeln. Timekiller! :-D

Reversed Hand...

Reversed Hand…

Mit Unicode 6.1.0 hatte ich ja seinerzeit schon Spass. Schon vor längerer Zeit ist Version 7 veröffentlicht worden, und die hat auch wieder ein paar Perlen zu bieten:

Neu — und extrem brauchbar, möchte ich hinzufügen — ist ‚REVERSED HAND WITH MIDDLE FINGER EXTENDED‘ (U+1F595). Schade dass es den noch nicht zu Usenet-Zeiten gab. :-D

Als Trekkie spricht mich natürlich auch ‚RAISED HAND WITH PART BETWEEN MIDDLE AND RING FINGERS‘ (U+1F596) besonders an. Ich kann kaum abwarten den auch als Emoji im Threema zu haben.

Meine Erwartung von damals, nach der Unicode mit dem Pile of Poo vollständig sein dürfte, hat sich somit als falsch erwiesen. Und ich bin somit gespannt was die nächste Version noch bringen kann… Vorschläge?

Test bestanden

Test bestanden

Ich habe schon viel zu lange vor mir hergeschoben mich mal mit IPv6 zu beschäftigen. Raketentechnik, unumgänglich aber kompliziert.

So kompliziert ist es gar nicht. Zumindest nicht der Einstieg, ich weiß noch nicht welche Fallstricke da noch auf mich zu kommen. Und der Komplexität gegenüber stehen einige Vorteile die man sich — zumindest als Heimanwender — mit IPv4 nur träumen lassen konnte.

Ich habe mir letzte Tage einen Zugang bei SixXS geklickt. Das kostet nichts, und das ist einer der gängigen Wege wenn einem der Provider kein V6 zur Verfügung stellt. Richtig einfach ist das — so habe ich gehört — für DSL-Kunden die beispielsweise eine FritzBox ihr Eigen nennen. Da kann man die Tunnel-Infos einfach reinhacken und ist fertig.

Bei mir hat sich das etwas komplizierter gestaltet. Ich bin LTE-Kunde bei der Telekom. So kann ich als Router nur den mitgelieferten SpeedPort benutzen. Dahinter nutze ich pfSense als Firewall. Die kann ich allgemein sehr empfehlen, aber in diesem Fall fehlt noch ein Feature: die Telekom versteckt mich hinter einem NAT, also kann ich nur einen sogenannten AYIYA-Tunnel benutzen. Den unterstützt pfSense ab Werk nicht, aber mit diesem Forumseintrag konnte ich das Teil so weit hacken dass es doch irgendwie geht.

Tanzende Schildkröte

Tanzende Schildkröte

Das Ergebnis ist: die Schildkröte tanzt! Endlich! :-)

Einer der angesprochenen Vorteile ist jetzt zum Beispiel, dass ich zu Hause ein ganzes Netz von öffentlich gültigen IP-Adressen habe. So kann ich im Firewall beispielsweise einen SSH-Zugang auf einen meiner Heimrechner freigeben und mich auf die Weise jederzeit zu Hause anmelden. Mit einem ansonsten geNATteten Internetzugang erfordert das sonst Tricksereien mit AutoSSH und einem Gegenpunkt im Netz. Geht auch, aber so ist es komfortabler. Und Raketentechnik… :-D

Nur ganz kurz: ich habe schon öfter die Herausforderung gehabt, in Shell-Skripten human-readable Dateigrößen in Bytes umzurechnen, damit man den Wert einfach ans Monitoring übergeben kann.
Bislang habe ich das Problem immer mit einer Hand voll Awk beworfen. Heute habe ich ein passendes Tool gefunden, und man kann sogar einstellen ob man Geek-Kilo oder normale Kilo haben will:

% echo 1234K | numfmt --from=si
1234000
% echo 1234K | numfmt --from=iec
1263616

Auf einem etwas angestaubten Debian (Squeeze) habe ich dieses Tool noch nicht, auf aktuelleren Systemen gehört das aber offenbar zu den coreutils. Kennt jemand eine bessere Lösung?

Ein kurzer Nachtrag zu meinem Artikel über den Intel NUC: ich bin nach wie vor sehr zufrieden mit dem Ding als XBMC-Maschine. Und seit ein paar Tagen sogar noch zufriedener…

Bis Anfang der Woche habe ich den NUC nur über eine kleine Funktastatur gesteuert, nicht über meine Logitech Harmony 885 (die ja seit ein paar Wochen sogar unsere Beleuchtung steuert, dazu muss ich noch was ausführliches schreiben). Jetzt habe ich mich doch dazu durchgerungen mich nochmal durch die Konfiguration der Fernbedienung zu quälen.

Ich hatte erwartet dass ich bei Logitech sage dass ich eine Windows Mediacenter Fernbedienung haben will, und dass ich dann auf dem NUC die Tasten entsprechend zuordnen müsste. Nix da: bei Logitech konnte ich meinen NUC samt Typenbezeichnung eintragen. Und das OpenElec ließ sich auf Anhieb — also ohne weitere Konfiguration — infrarot fernbedienen. Mit sinnvoller Tastenbelegung, und das sogar einschließlich der Power-Taste: wenn ich der Fernbedienung sage dass ich XBMC sehen will schaltet sie den NUC ein, wenn ich fertig bin schaltet sie ihn wieder aus. So wie man es sich wünscht.