Eigentlich wäre mir die Meldung keinen Kommentar wert: Windows-Editor: Details zur Markdown-Sicherheitslücke.

Immer wenn ich von Windows Notepad höre denke ich an die „this app can break“-Nummer, die älteren erinnern sich vielleicht. Gerade habe ich nachgesehen, und mein Kommentar dazu ist fast genau 20 Jahre alt. :-)

Ich hätte nicht damit gerechnet, aber offenbar wird das Programm auch in 2026 immer noch genutzt. Und Microsoft hat die Zeit genutzt um den ursprünglich mal schlank-minimalistischen Editor aufzublasen. Rausgekommen ist neben Markdown-Funktionalität ein CVE-Eintrag der Stufe „High“. Remote Code Execution.

Ich stelle mir mal einen Timer für 2046, bin gespannt wie es dann darum stehen wird… :-)

In Ermangelung (naja, nicht wirklich ;-) ) eines Windows-Systems kann ich das nicht ausprobieren, aber für mich klingt das absolut plausibel: es gibt einen Patch für den Linux-Kernel. In der Funktion ändert der nichts, es wird lediglich eine Datei umbenannt. Weil man die offenbar sonst auf Windows-Systemen nicht einsehen kann… 8-O

Nein, es geht nicht um irgendwelche Sonderzeichen oder Backslashes. Nicht mal um die 8.3-Konvention. Es geht schlicht und ergreifend darum dass MS-DOS (!) bestimmte Dateinamen reserviert hatte, um damit Geräte ansprechen zu können. Ich erinnere mich noch dunkel daran dass man mit copy con: datei.txt sowas ähnliches machen konnte wie mit cat > datei.txt. Dass aber dadurch auch diese Dateinamen verbrennen wenn sie von einer Extension gefolgt werden war mir neu…

Mit AUX wurden vor dreißig Jahren offenbar serielle Geräte angesprochen (mir war nur COM bekannt). Und deshalb kann Windows auch im Jahr 2014 keine Datei mit dem Namen aux.c öffnen… :-D

Letztes Jahr habe ich mich noch darüber amüsiert dass eine Firma wie Microsoft sich nicht blöd dabei vorkommt damit zu werben dass das neue Windows zwei Fenster gleichzeitig anzeigen kann.

Heute lese ich begeisterte Kommentare von Apple-Nutzern Apple-Fans die ab sofort — man höre und staune — an allen vier Ecken eines Fensters anfassen können um die Größe zu ändern.

Da staunt der Laie, und der Fachmann… äh… wohl auch.

In einem offenen Brief erklären Stephen Elop (Nokia) und Steve Ballmer (Microsoft) wie sie sich die Allianz der Verlierer ihre Allianz auf dem Handymarkt vorstellen. Unter anderem so:

There are other mobile ecosystems. We will disrupt them.
There will be challenges. We will overcome them.
Success requires speed. We will be swift.
Together, we see the opportunity, and we have the will, the resources and the drive to succeed.

Heise übersetzt das so:

Es gibt andere mobile Ökosysteme. Wir werden sie zerstören. Es gibt Herausforderungen. Wir werden sie bewältigen. Erfolg erfodert Geschwindigkeit. Wir werden flink sein. Wir sehen gemeinsam die Möglichkeiten, und wir haben den Willen, die Ressourcen und den Antrieb, um erfolgreich zu sein.

Ökosysteme zerstören. Das klingt für mich mal nach einem durchdachten Geschäftskonzept. :-(

An anderer Stelle liest man dann auch an wen der Herr Elop — der übrigens bis letzten September Präsident in Microsofts Geschäftskunden-Abteilung war — denkt wenn er seine Produkte weiterentwickeln will. Endkunden scheinen da erst in zweiter Linie von Interesse zu sein:

Und wir haben verstanden, wie wir handeln müssen, um das Netzbetreiber-freundlichste Ökosystem zu haben.

Ich hatte ja ernsthaft gehofft dass die Finnen mit Meego nochmal ein ernstzunehmendes Produkt auf die Beine stellen. Ganz wohl ist mir mit Android immer noch nicht, auch wenn mir mein aktuelles (seit Dezember) Telefon damit echt ans Herz gewachsen ist. Ich habe noch zwei Maemo-Geräte zu Hause (Nokia 770 und N800), ich hätte gerne eine ordentliche Weiterentwicklung gesehen…