Seit einigen Jahren bin ich mit dem Arch Linux prima zufrieden das ich auf meinem Notebook habe. Paket-Updates mache ich aber dank meiner Schmalbandverbindung nur dann wenn es wirklich nötig ist. Aktuell warten mehrere hundert Megabytes an Paketen darauf dass ich sie update. :-(

Programme installieren geht trotzdem. Dumm nur wenn sie, wie gerade eben DVDStyler, von neueren Paketen abhängen:

error while loading shared libraries: libjpeg.so.7: cannot open shared object file: No such file or directory

Kein Problem denke ich, aber ein beherztes ‚pacman -S libjpeg‘ später fällt auf, dass irgendwie die meisten Programme sich jetzt nach libjpeg.so.62 sehnen, und in deren Abwesenheit den Start verweigern. Leider ist es aber nun so, dass es nicht mal notwendigerweise das Programm selbst sein muss, dass die Bibliothek haben will. Kann sein dass das Programm gegen eine Bibliothek gelinkt ist, die auf libjpeg basiert. Ein ‚pacman -Su‘ würde das Problem sicher beheben, aber ich will Heute noch das Notebook benutzen, und nicht nur Pakete saugen.

Das Internet hilft: mit ‚LD_DEBUG=files dvdstyler‘ kriege ich ausführlich dargelegt, wer welche Bibliothek lädt. So sind die Abhängigen schnell gefunden — und aktualisiert.

Ich möchte jemandem eine oder mehrere Dateien zur Verfügung stellen die zu groß sind um sie in eine Mail zu packen. Bislang habe ich dann immer ein Paket gemacht und das temporär auf meinem Webspace abgelegt. Das hat den Nachteil dass ich am Webspace rumschreiben muss, und dass mir das in den Apache-Logs rummüllt und meine Statistiken durcheinander bringt. Gerade habe ich eine einfache und schnelle Lösung gelernt:

python -m SimpleHTTPServer 8000

Kurz und schmerzlos. Dann muss ich nur noch meinen Gegenüber auf beispielsweise blog.schatenseite.de:8000 schicken, er findet dort alles was im gleichen Verzeichnis liegt in dem ich das gestartet habe. Prädikat: praktisch! :-)

Ach ja: Python war natürlich schon installiert. Und das Modul musste ich auch nicht mehr separat nachinstallieren, keine Ahnung ob das zum Standard-Lieferumfang gehört.

Dass man Passworte und ähnlich vertrauliche Sachen nicht in Kommandozeilen verwenden sollte ist mir klar. Jeder der auf dem gleichen System angemeldet ist kann sich mittels ‚ps auxwww‘ den vollständigen Aufruf anzeigen lassen, einschließlich womöglich benutzter Passworte.

Bisher hätte ich in meinem jugendlichen Leichtsinn aber keine Bedenken gehabt, solche Daten in Umgebungsvariablen zu hinterlegen. Klar, irgendwo unter /proc findet man die soweit ich weiß auch wieder. Aber nur wenn man root ist, oder wenn man Spaß daran hat, seine eigenen Prozesse zu bespitzeln. Fremde Prozesse kann man so nicht einsehen.

Es geht aber auch anders: mit ‚ps auxwwwe‘ — das ‚e‘ steht offenbar für ‚Environment‘ — stehen auch Umgebungsvariablen in der Prozessliste. Für alle Benutzer auf dem gleichen System einsehbar, ohne dass die über besondere Rechte verfügen müssen.

Man lernt nie aus… Und nachdem ich das jetzt weiß werde ich erstmal gründlich in mich gehen um rauszufinden wo ich eventuell solche Leichen im Keller habe… :-(

Ich quote mal eben einen Eintrag den ich Heute im Gästebuch hatte:

hallo Ronald, ich freue mich,dass es solche Webseiten wie diese hier gibt. Ich bin zwar schon einige Zeit an Linux dran. Aber als Anfänger ist es nicht leicht Tips zu bekommen, die einem wirklich weiterhelfen. Die Shell ist für mich immer noch ein Buch mit sieben Siegeln.. Vielleicht liegt es an meinem Alter (76), was aber meiner Begeisterung für Linux keinen Abbruch tut.

Ich bin wirklich beeindruckt. Der bislang älteste mir bekannte Linux-User ist mein Vater (69), und der hat — da sein Ältester ihm seinen Rechner eingerichtet hat — keine andere Wahl. :-)

Nebenbei bemerkt: mein Vater hat mit 65 seinen ersten Computer bekommen. Absolut unvorbelastet. Er arbeitet mit KDE, Firefox und OpenOffice, und er ist glaube ich sehr zufrieden damit. In KDE hat er mir auch schon Sachen gezeigt von denen ich als Tastatur-Fan noch nichts wusste…

Damit ich mir das beim nächsten Mal nicht wieder zusammenfummeln muss wenn ich mal versuche eine Windows-Umgebung mit Cygwin soweit zu kriegen dass man damit arbeiten kann… Mit so einer Batch-Datei kann man direkt ein xterm starten, ohne mit der DOS-Box-Zumutung in Kontakt zu kommen:

@echo off
SET DISPLAY=127.0.0.1:0.0
c:\programme\cygwin\bin\run -p /usr/X11R6/bin /bin/xterm -geometry 132x50 -e /usr/bin/zsh --login -i

Voraussetzung ist natürlich, dass lokal schon ein X-Server läuft.

Vor ein paar Wochen hat Arch Linux meinen Firefox aktualisiert, auf Version 3.5.irgendwas. Nett, aber zwei Addons die ich nicht missen möchte waren noch nicht kompatibel dazu: Tab Mix Plus und RadialContext-mz. Ich habe jetzt eine Weile damit gelebt, immer wieder mal nachgesehen ob es was neues gibt. Heute konnte ich dann tatsächlich eine aktuelle Version von TMP installieren, leider war aber immer noch kein rundes Menü in Sicht. Also Selbsthilfe…

Ich habe die Datei der Extension gezogen. Die heißt zwar mit Nachnamen xpi, wenn man aber mal mittels file freundlich fragt ist das ein ZIP-Archiv. Nötig sind also die folgenden drei Kommandos:

% unzip radialcontext-mz-1.1.1-fx.xpi
% vi install.rdf
% zip radialcontext-mz-1.1.1-fx.xpi Makefile chrome.jar chrome.manifest defaults install.rdf modules

Im vi sucht man sich die Zeile in der die maximal erlaubte Versionsnummer steht. Die habe ich zu ‚em:maxVersion="4.0.*"‚ modifiziert. Nach dem Einpacken kann man seine neue radialcontext-mz-1.1.1-fx.xpi installieren und den Browser durchstarten. Viel habe ich noch nicht ausprobiert, aber bis jetzt scheint alles zu gehen. Mal sehen ob das Vorgehen doch noch irgendwann Tod und Verderben nach sich zieht…

Natürlich haben die das erfunden. Nagelneu. Gab’s noch nie. Oder warum sollten die sonst Fernsehwerbung bringen die nichts anderes zeigt als ein iPhone mit Copy&Paste-Feature? Die würden sich doch lächerlich machen, sonst…

Irgendwie scheinen die aber vergessen zu haben dass die die Idee schon mal hatten… Mein Apple Newton (>10 Jahre alt) kann das zumindest schon…

Eigentlich hatte ich nach dem Aldipod-Desaster vor ein paar Jahren beschlossen, keine Medion-Hardware mehr zu kaufen. Diese Woche habe ich mich aber doch wieder hinreissen lassen: Aldi hatte am Montag eine kleine Bluetooth-Laser-Maus für 20 Euro im Programm. Bluetooth klingt für mich insofern verlockend als dass ich die so am Notebook ohne Dongle benutzen können müsste. Und der Preis klingt für eine Maus die nur alle paar Wochen mal benutzt werden soll fair. Also: gekauft.

Für eine Notebook-Maus liegt die gut in der Hand, und Linux hat das Ding auch direkt gefunden. Trotzdem bin ich nicht glücklich: der Mauszeiger unter X wandert entweder schlagartig oder schrittweise auf eine Bildschirmecke zu. Ich habe in der xorg.conf alles ausprobiert was mir sinnvoll erschien, also die Einstellungen von ‚Driver‘ und ‚Protocol‘ ordentlich durcheinander gewürfelt. Arch Linux ist nicht für Frickelfreiheit bekannt, also mal eine Ubuntu Live-CD zu Rate gezogen — mit dem gleichen Ergebnis. Auch auf einem anderen Notebook mit GRML sah es genauso aus. Nur ein Arbeitskollege hatte mit seinem Windows-Notebook mehr Glück.

Ich dachte dass Bluetooth so sauber spezifiziert wäre dass die Geräte austauschbar wären? Nicht? Hat jemand Vorschläge was ich noch probieren könnte? Wenn nicht geht das Ding die Tage wieder in den Laden…