Nachdem ich letzte Tage schon auf eine Reihe von sogenannten Cheat-Sheets hingewiesen habe, ein kurzer Nachtrag: Bei ilovejackdaniels.com gibt es einen neuen Spicker zum Thema CSS, angelehnt an die bereits erwähnte PHP-Übersicht.
Kategorie: IT
Technikbezogene Themen
Die Schatenseite: Unix Shell
Nachdem ich jetzt seit zwei Monaten keine Verbesserungsvorschläge mehr zu dem Dokument bekommen habe mache ich’s kurz und bündig: Die Version 2.0.0 meines Textes über Shell-Programmierung ist fertig und steht zum Download bereit.
Wie immer freue ich mich über jeden Kommentar!
Unix Shellprogrammierung
Nobody’s perfect, deshalb: Wenn ich irgendwo einen Fehler verbrochen haben sollte, bitte ich um eine kurze Mitteilung.
Dies ist ein PDF-Dokument, das ursprünglich als ein Referat für meine Ausbildung entstanden ist. Der Text ist allerdings schnell so lang geworden, daß man ihn eigentlich nicht mehr Referat nennen kann. Das war auch der Auslöser dafür, daß ich diese Seite erstellt habe.
In diesem Text findet man alles, was man zur Erstellung und zum Verstehen von einfachen bis mittelprächtigen Shell-Skripten unter der Bourne-Shell (sh) benötigt. Ich habe länger erfolglos nach einer passenden Zusammenfassung gesucht, so daß ich mich irgendwann dazu entschlossen habe, meine eigene zu schreiben.
Verbreitung
Ich wurde vom SelfLinux-Projekt gefragt ob sie den Text übernehmen dürften. So ist eine frühe Version dort eingeflossen. Eine Zeitlang war SelfLinux in der Knoppix-Distribution enthalten, so ist mein Text seinerzeit auf tausenden von CDs gepresst worden. 
Von SelfLinux ist der Text dann in Wikibooks übernommen worden.
Die Versionen in SelfLinux und insbesondere in Wikibooks sind über die Jahre weiter bearbeitet worden. Allerdings nicht von mir, ich sehe die Versionen als Fork an.
Zum Ausdruck…
Nachdem ich danach gefragt wurde, hier noch ein Hinweis zum Ausdruck: Es handelt sich bei der Datei um ein PDF-Dokument, das doppelseitig gedruckt werden kann. Will sagen: Bei einer Bindung auf der linken Seite entsteht ein nettes Heft daraus, wenn man es hinbekommt zwei Seiten auf ein A4-Blatt zu drucken (kein Problem mit kprinter, ansonsten mit Hilfe von psbook und psnup) hat man sogar fast ein nettes kleines Buch.
Aus Gründen des Umweltschutzes empfehle ich letztere Variante, der Text ist dann immer noch groß genug.
Siehe auch…
- Heiner’s SHELLdorado – Viele Infos rund um die Shell
Edit (November 2015): Dieser Beitrag ist nicht wirklich 2005 im Blog gewesen, ich habe die Seite aus dem alten CMS übernommen. Hier war damals lediglich ein Hinweis darauf. Den Absatz mit der Verbreitung habe ich nachträglich eingefügt.
Schummeln erlaubt – Cheat Sheets
Gerade im Computer-Umfeld hat man es regelmäßig mit wechselnden Themen zu tun, was schnelle Kontext-Switches nötig macht. Um das — gerade für ein Siebhirn wie mich — zu erleichtern, hat irgendein kluger Kopf sich das Prinzip Cheat-Sheet ausgedacht. Das klingt, obwohl es das gleiche meint, besser als das allseits bekannte Spickzettel, oder? 
Einige in meinen Augen sehr hilfreiche Vertreter dieser Gattung möchte ich hier kurz verlinken:
- ASCII – Zeichensatz (auf der Schatenseite!)
- HTML – Grundlagen
- CSS – Umfassend
- PHP – Grundlagen
- Unix – Grundlagen
- Unix – Vergleich der Derivate
Ich würde mich über weitere Hinweise freuen! Fortsetzung folgt…
Technische Bücher – Kostenlos
Viele werden techbooksforfree.com schon kennen, aber schon allein damit ich mich in einem halben Jahr noch an den Link erinnern kann weise ich hier nochmal darauf hin. Auf der Seite gibt es einen großen Vorrat an kostenlosen Büchern und Dokumentationen zu technischen Themen.
Man muß nicht alles wissen, aber wie immer sollte man wissen wo es steht. Vielleicht hilft diese Seite dabei.
Zehn Gebote für SysAdmins
Newsforge hat eine vielversprechende Artikelreihe mit dem Titel The Ten Commandments of system administration ins Leben gerufen. Der erste Teil traegt den Titel Thou shalt make regular and complete backups. Sieht aus, als würde die Reihe für Einsteiger interessant werden.
Solaris ’noch‘ keine Konkurrenz zu Linux?
Bislang habe ich mich immer mit der ganzen Community gefreut, wenn irgendwo einem Linux vertraut wurde obwohl auch ein Solaris zur Debatte stand. Daß das immer öfter passiert zeigt in meinen Augen deutlich, daß Linux als immer erwachsener angesehen wird.
Umso erstaunlicher ist die Formulierung in einem ZDNet-Artikel zu Solaris 10:
But as an alternative to Linux, it doesn’t yet deliver.
Man ist da also der Meinung, daß ein Solaris — selbst in der neuesten Version — ’noch‘ keine Alternative zu Linux darstellt…!? 
Ich vermute einfach mal, daß diese Aussage sich nur auf die X86-Variante von Solaris bezieht. Allerdings hätte man das auch eigentlich dazu schreiben können…
Wie Software-Patente wirklich funktionieren
Ungewöhnlich, daß ich einem Zitat von Bill Gates meine volle Zustimmung geben kann:
If people had understood how patents would be granted when most of today’s ideas were invented and had taken out patents, the industry would be at a complete standstill today. … The solution is patenting as much as we can. A future startup with no patents of its own will be forced to pay whatever price the giants choose to impose. That price might be high. Established companies have an interest in excluding future competitors.
Leider ist dieses Zitat von 1991, er selbst scheint in seiner Position als ‚Giant‘ leider seine Meinung geändert zu haben… 
Ein guter Beitrag zum Thema kommt von der Foundation for a Free Information Infrastructure: eine Animation mit dem Titel How Software Patents Actually Work. Das Filmchen ist zwar ziemlich groß, aber für jemanden der sich noch wenig Gedanken zum Thema gemacht hat ein guter Einstieg. Dank an Nescio für den Hinweis (wieder mal…).
Debian und Religion
Die Linux-Distribution Debian — bzw. deren Macher — werden oft als ‚religiös‘ tituliert. Der Grund ist der unerschütterliche Glaube an freie Software und die damit untrennbar verbundene GPL. Der aktuelle Newsletter enthält aber einen Absatz der so aussieht als die Distribution sich selbst ein Bein stellt:
Gehören GPL-Programme nach Non-Free? Adrian Bunk bemerkte, dass alle unter der GNU GPL lizenzierten Programme nach Non-Free verschoben werden müssten, da die GPL-Lizenz selbst nicht verändert werden dürfe. Glenn Maynard erklärte, der einzige Grund, warum der GPL-Text in Main erlaubt sei, bestehe darin, dass das Beilegen des Lizenztextes eine fundamentale, unvermeidbare Bedingung für den Vertrieb von Software überhaupt sei.
Wer nach der Überschrift und vielleicht auch in anbetracht der allgemeinen Nachrichten der letzten Tage und Wochen etwas geistlicheres erwartet hat, sollte auch diesen Absatz des Newsletters auf sich einwirken lassen:
Christliche Debian-Distribution. Raphaël Pinson berichtete über die Anfänge von Ichthux, einer angepassten Debian-Distribution (Custom Debian Distribution, CDD), die sich auf Christentum und freie christliche Projekte konzentriere. Sie überlegten derzeit, eine offizielle CDD zu werden, die somit in das Debian-Projekt integriert werden würde.
Ich bin (wenn man mal von Überzeugungen wie die Eingangs genannte) absieht kein besonders religiöser Mensch. Trotzdem respektiere ich es, wenn jemandem sein — wie auch immer gearteter Glaube — wichtig ist. Das ist nebenbei bemerkt auch eine der Eigenschaften, die ich an dem verblichenen Papst bemerkenswert fand. Ich habe allerdings weder eine Idee, warum jemand eine ‚Christliche Distribution‘ ins Leben ruft, noch was damit gemeint sein soll. Leider schweigt sich auch die Homepage des Projektes darüber aus. Unter dem entsprechenden Stichwort verbirgt sich nur der Text des christlichen Glaubensbekenntnisses. In der FAQ schien im ersten Moment die Antwort zu stecken, aber Pustekuchen:
Q: You guys have done a great job on creating this joke distro
A: We’re glad you think we did a great job, but this is a real distro….
Kann mir das jemand erklären?!?
Rezension: Netzwerksicherheit Hacks
Wieder mal Werbung für einen neuen Inhalt der Schatenseite: Ich habe eine Rezension des Buches Netzwerksicherheit Hacks – 100 Insider-Tricks und Tools aus dem O’Reilly-Verlag verfaßt. Prädikat: Für jeden Admin sollte das Buch einen Blick wert sein.
