Eines vorweg: Dieser Beitrag ist nichts für Nicht-Techniker und für schwache Nerven… :-)

Ich bin vorhin über del.icio.us auf einen seltsamen Link gestoßen. Das ist nichts ungewöhnliches, aber der Link als solcher war ungewöhnlich. Es gab erstmal eine Fehlermeldung, weil das System von del.icio.us mit dem Link nichts anfangen konnte wollte. Genaueres Hinsehen enthüllte, daß in dem Link die folgende Zeichenkette vorkam:

data:image/png;base64

Das Ende tut nichts zur Sache, aber sowas macht neugierig, oder?

Bevor ich den kompletten Link poste, eine Warnung: Es handelt sich hier um seltsame Technik. Ich habe keine Ahnung, von welchen Browsern das unterstützt wird, und was es mit anderen Browsern macht. Klicken auf eigene Gefahr! Eigentlich denke ich aber nicht, daß das gefährlich ist. Ich wollte es nur erwähnt haben. Ich habe es mit dem Firefox unter Linux probiert.

OK, also. Ich präsentiere: Den Link! Ich empfehle vor dem Klicken einen Blick auf die Statusleiste.

Krank, oder? Ich wußte nicht, daß man binäre Daten in URLs unterbringen kann…
Das animiert natürlich zu eigenen Spielereien. Erstmal ein Test: data:text/plain;base64,aHVodQo=
Wer sagt’s denn? :-)
Na gut, aber jetzt was größeres (und vor allem binäres): noch ein Test

Ich habe keine Ahnung für was diese Technik sinnvoll eingesetzt werden könnte. Für Hinweise bin ich dankbar…

Beim Schreiben ist mir doch noch eine Idee gekommen, wofür das zu benutzen wäre. Auch wenn das von Webmastern wahrscheinlich nur ungern gesehen wird…

Surrealistisch, oder? :-D

Für alle, die auch von Zeit zu Zeit kurze aber prägnante Hilfestellung konsultieren:
Das MySQL Cheat-Sheet listet ein paar immer wieder benutzte Kommandos in der Datenbank auf.
Und das CSS Crib Sheet. gibt Tips für die Arbeit mit Cascading Style Sheets. Dabei geht es nicht um eine Auflistung der möglichen Styles, sondern um Praxistips für die Entwicklung. Sehr interessant zu lesen, sowas könnte man dann wohl Instant-Erfahrung nennen. :-)

Laut einer Untersuchung von Validome sind nur 3,9 Prozent der deutschsprachigen Webseiten durchgängig valide. Untersucht wurden mehr als 400.000 Seiten von über 300.000 Präsenzen.
Interessant sind auch die anderen Ergebnisse der Untersuchung: JavaScript kommt auf 43,9% der Dokumente zum Einsatz, Flash auf 6,1%. Java-Applets (1,48%) und iFrames (2,44%) kommen eher selten zum Einsatz. In Bezug auf Design setzen schon mehr als die Hälfte (51,2%) auf CSS, ohne Design-Tabellen kommen aber erst magere 22,2% aus.
Von den Ergebnissen überrascht habe ich einige meiner Seiten durch den Validome-Validator geschoben. Der Blog und die Schatenseite haben dabei gut abgeschnitten, aber die Galerie macht mir im Moment Sorgen. Auch die Demo-Galerie auf den Coppermine-Seiten ist nicht valide, vielleicht muß ich mich da nach einem Ersatz umsehen. Naja, die Galerie ist ohnehin fällig für eine Überarbeitung, die enthaltenen Bilder sind mittlerweile nicht mehr repräsentativ…

In Bezug auf Stiftung Warentest hat das Manager-Magazin Kaufempfehlungen zu Betriebssystemen abgegeben. Verglichen wurden Windows, Linux und MacOS.
Positiv fällt auf, daß die Macher tatsächlich vergleichsweise neutral an die Sache herangehen. Allerdings kommt mir die Preisangabe für die ‚umfassende Vollversion‘ etwas verwirrend vor.

Experten raten deshalb dazu, beide Systeme zu installieren – Windows für den lokalen Gebrauch, Linux für den Internetzugang. Linux gibt es zudem manchmal kostenlos auf beigelegten CDs von Fachmagazinen, aber auch als umfassende Vollversion von Red Hat Enterprises (Preis: etwa 300 Euro).

Sicher kann ich ein Red Hat für 300 Euro kaufen. Sicherlich auch deutlich teurere, je nach meiner Hardware und dem gewünschten Support. Ohne Support kann ich auch Fedora benutzen, das ist die ‚Community Edition‘ von Red Hat Linux und wird kostenlos zum Download angeboten. Wenn allerdings in Deutschland jemand eine kommerzielle Distribution kaufen möchte wird er wahrscheinlich eher zum SuSE für ca. 80 Euro greifen — und dabei sogar noch gut beraten sein.
Schön finde ich aber die folgende Formulierung:

Auch ist nicht jedes Hardwarezubehör auf Linux ausgerichtet, so dass dem Gerätekauf oft eine langwierige Treibersuche im Internet folgt.

Endlich wird es mal klar formuliert: Die Hardwarehersteller sind schuld an der komplizierten Treibersituation! :-)

Nachdem ich mich am Dienstag so über den Spiegel-Artikel über Linux aufgeregt habe, hat mich die Parodie Spinner Online natürlich umso mehr gefreut. :-)

LüberWindows gab ihr den entscheidenden Tipp. „Du mußt den Key HKEY_LOCAL_MACHINE\ SOFTWARE\ Microsoft\ Windows\CurrentVersion\… ändern, den Treiber nochmal über den alten Treiber installieren, rebooten, Treiber entfernen, nochmal rebooten und dann die Treiberversion 19.619.31-sp2-3 installieren. Dann funzts.“ So kommunizieren User im Forum. Kein Wort zuviel, kein Fachdeutsch zu szenig.
Zwei Wochen später dann BabyGurls Antwort: „War harte Arbeit, aber jetzt geht’s!“ Sie hat einfach das „Windows neu installiert“, danach ein „lokales System-Update“ durchgeführt, da „ohne Firewall die Würmer sonst schon beim Updaten zugeschlagen hätten“, und schließlich den „AntiVirus ausm Esel geholt“ und „nen Crack dazu gezogen“, das Ganze sogar „ohne Bluescreens“.

Es ist unglaublich, was sogar eine eigentlich renommierte Nachrichtenredaktion wie die von Spiegel Online absondern kann. Im Moment Läuft da eine Serie (Teil 1, Teil 2) mit dem Titel ‚Linux-Betriebssystem‘. Nachdem ich schon von Kollegen davon gehört habe hatte ich keine großen Erwartungen, aber was dann tatsächlich zu Tage gefördert wird ist erschreckender abschreckender Schwachsinn:

Die vielgerühmte Sicherheit und Stabilität von Linux, scheinbar unabhängig vom Vorwissen und Engagement des Anwenders, hängen in Wahrheit gerade davon ab. Wer beim „Blick hinter die Kulissen“ mit kryptischen Zeichen operiert, die er nicht versteht, gefährdet sein System viel nachhaltiger, als es der dümmste Windows-User je könnte.

Ich würde einem Einsteiger auch nicht gerade Slackware oder LFS empfehlen. Selbst mit Gentoo oder Debian wäre ich vorsichtig. Aber wer einen Rechner installiert sollte meiner Meinung nach in der Lage sein, Benutzerkonten oder einen Firewall zu konfigurieren. Wer das nicht kann muß halt auf Bekannte oder Dienstleister zurückgreifen. Das gilt aber sowohl für Linux als auch für alle anderen Systeme, Windows eingeschlossen. Und wenn das unter Windows wirklich so einfach wäre: Würde es dann dermaßen viele Dialer oder Spam-Zombies geben?

Linux hat das kybernetische Kontrolldenken in seiner Programmstruktur konserviert. Wer damit arbeiten will, hat nicht nur die Möglichkeit, sondern letztlich auch die Aufgabe, alles an seinem System zu kontrollieren. Er ist nicht nur Anwender, sondern gleichzeitig auch immer der Administrator seines eigenen Systems.

Und genau das ist der Punkt: Ich kenne Leute, denen ich es tatsächlich zutrauen würde ein Windows-System unter Kontrolle zu kriegen. Will sagen: es sauber zu administrieren. Viele sind es aber nicht. Die meisten benutzen es einfach, und da es so schön einfach gemacht wird machen sie sich wenige oder gar keine Gedanken über ‚administrative Themen‘ wie Sicherheit oder Datenschutz. Was aber leider nicht bedeutet, daß ihnen der Gedanke abgenommen wurde. Siehe oben.

Doch nur weil Linux in einer Open-Source-Community entstanden ist, werden diejenigen, die damit arbeiten, nicht automatisch freier und unabhängiger im Umgang mit Computertechnologie. Eigentlich ist genau das Gegenteil der Fall: Wer den größten Teil seiner Arbeitszeit damit verbringt, Fehlerprotokolle auszuwerten, Programmbibliotheken zu pflegen, Befehlszeilen auszuprobieren und nach Software-Updates zu suchen, hat sich zum Sklaven seiner eigenen Kontrollsucht gemacht.

Ich frage mich ernsthaft, ob der Autor dieser Zeilen das ernst meint. Ich persönlich fühle mich frei in der Wahl meiner Programme und unabhängig von monopolistischen Herstellern. Ich erwarte nicht regelmäßig den ‚Patch-Day‘ und hoffe daß Löcher bis dahin nicht ausgenutzt werden. Protokolle sind eine feine Sache, wenn tatsächlich mal was schief läuft. In manchen Systemen sind sie leider etwas aus der Mode gekommen. Mit DLLs habe ich seit einigen Jahren keine Probleme mehr und an der Befehlszeile fühle ich mich wirklich heimisch. Verwandte und Bekannte denen ich die Rechner eingerichtet habe fühlen sich da nicht so wohl, die nutzen halt KDE oder Konsorten.

Morgen früh in der Netzwelt bei SPIEGEL ONLINE: „Linux: Die Not mit dem Retter“.
Wie frischgebackene Linux-Experten Stück für Stück den Rückzug antreten – und doch wieder beim „Monopolisten“ landen.

Ich freue mich nicht drauf (bin aber vermutlich wieder mal zu neugierig um das links liegen zu lassen… naja, so muß ich das Magengeschwür wenigstens nicht meinem Kaffee-Konsum in die Schuhe schieben…).

Heise berichtet von einem (noch nicht entschiedenen) Patent, das Microsoft in Amerika eingereicht hat: ein Ungleich-Befehl für Programmiersprachen!
Endlich, kann man da nur sagen. Wie haben es Generationen von Programmierern nur geschafft, dem Computer die gewünschten Ergebnisse zu entlocken, völlig ohne herauszufinden ob sich zwei Variablen gleichen…?
Eine dermaßen geniale Erfindung verdient natürlich, durch ein Patent geadelt zu werden. Klar.