Die Begriffe Vernier-Skala und Nonius erklären nicht nur die merkwürdige Skala auf der ‚anderen Seite‘ meines Messschiebers. Die können einem auch zeigen wie man eine exakt ablesbare Uhr mit nur einem Zeiger bauen kann. Coole Idee, vor allem für jemanden der ein Faible für merkwürdige Uhren hat. 
Autor: Ronald
OLED am Bus Pirate
Für eines meiner nächsten Projekte möchte ich ein kleines farbiges Display verwenden. Ich war erstaunt dass man kleine OLEDs teilweise wirklich günstig kaufen kann. Es gibt verschiedene Größen, ich habe mir erstmal das mit einer Auflösung von 160×128 Pixeln vorgenommen. Das ist etwa so gross wie eine Sonderbriefmarke. Dieses Display gibt es wiederum in zwei grundlegenden Varianten: einmal als ‚dummes‘ Display, da ist zwar ein Controller dabei aber man muss die Verwaltung komplett selbst übernehmen. Der Spass kostet an verschiedenen Stellen knapp 40 Euro.
Und es gibt die Variante die ich gekauft habe. Die nennt sich uOLED-160-G1 (Specs) und ist mit 63 Euro spürbar teurer. Aber auch spürbar angenehmer: auf dem Modul ist ein recht intelligenter Controller verbaut. Der übernimmt die eigentliche Ansteuerung des Displays. Angesprochen wird er über eine einfache serielle Schnittstelle, darüber frisst er nicht nur ‚male einen Punkt an dieunddie Stelle‘, sondern auch komplexere Anweisungen (Befehlssatz): Kreise oder Polygone malen, Text darstellen, Font ändern…
Ich muss mich in meinem kleinen Mikrocontroller also nicht mehr damit rumschlagen wie ich den Grafikspeicher verwalte, wie ich einen Kreis auf den Schirm kriege, oder wie ich eine Linie von hier nach da zeichnen kann. Sehr praktisch, das ist nämlich erfahrungsgemäß recht aufwändig für die Hardware.
Und es kommt noch besser: enthalten ist auch ein Steckplatz für eine MicroSD-Karte. Darauf können Daten, Bildchen oder kleine Videos abgelegt werden die dann direkt vom Display abgespielt werden können. Ich freue mich darauf, damit alberne Sachen zu machen… 
Natürlich möchte man mit so einem Teil erstmal etwas rumspielen und Erfahrungen sammeln. Normalerweise krame ich dazu das Steckbrett raus und baue mir eine kleine Schaltung die das Ding befeuern kann. Dann etwas C schreiben, compilieren, flashen, testen. Wieder C schreiben, compilieren, testen… und so weiter.
Das geht einfacher. Kommen wir also zum zweiten neuen Spielzeug: ein Bus Pirate.
Als fertiges Modul kostet der zusammen mit Kabelpeitsche und Gehäuse etwas über 30 Euro. Ich habe meinen bei eHaJo gekauft — sympathischer kleiner Händler, die Ware war nach einem unkomplizierten Einkauf schnell da. Wer die Ausgabe scheut kann sich das Ding auch selbst bauen, es handelt sich hier um Open Source Hardware. Ich bereue den Kauf aber nicht, das Modul ist wirklich professionell gefertigt und seinen Preis absolut wert.
Aber was tut es? Ich kann es nicht besser formulieren als die Entwickler:
The Bus Pirate is an open source hacker multi-tool that talks to electronic stuff.
Ich schliesse das Ding mittels USB an mein Notebook an. Es erscheint als /dev/ttyUSB0, dorthin kann ich mich per screen verbinden und bekomme eine Kommandozeile. Jetzt schliesse ich am anderen Ende irgendein (geeignetes) Bauteil an mit dem ich kommunizieren möchte. Da geht alles was die unterstützten Protokolle (unter anderem 1-Wire, I2C, SPI, JTAG, MIDI, PC keyboard, UART…) spricht, zur Not kann man aber auch direkt Pins ein- und ausschalten. Jetzt kann ich Sachen messen, Protokolle sniffen, oder eben auch spontan bestimmte Protokolle ’sprechen‘. Die kompletten Features geben eine Übersicht was möglich ist, die Dokumentation zeigt dann wie es geht.
In meinem speziellen Fall klemme ich also vier der Klemmen an mein OLED an (GND und VCC zur Spannungsversorgung, sowie TX und RX für UART-Kommunikation), gehe per Kommandozeile in den UART-Modus und schalte dort erstmal die Stromversorgung für das Display ein. Jetzt kann ich einfach an der Kommandozeile Werte (sprich: Kommandos) eingeben die dann direkt an das Display gesendet werden.
Der Bus Pirate enthält sogar eine Art Basic-Interpreter, damit habe ich dann spasseshalber das Testbild programmiert das auf dem Foto zu sehen ist. Ich hätte das aber auch auf dem PC in irgendeiner anderen Sprache machen können, der Bus Pirate kann auch direkt aus Perl, Python oder C angesprochen werden.
Alles in allem war das ein erfolgreiches Wochenende. Und im Moment glaube ich dass das Display für mein angedachtes Projekt die richtige Wahl ist, da kann die Planung also weitergehen…
Kuchenblech Ade?
Eigentlich steht für diesen Winter — in gewissen Kreisen auch Umbausaison genannt — auch noch ein neuer Kennzeichenhalter für die Trude auf dem Plan. Den alten hatte ich letztes Jahr erst gemacht, aber zum einen habe ich die Vibrationen von 1360 V2-Kubik unterschätzt, und zum anderen geht das auch in schicker. Verchromt zum Beispiel, oder mindestens poliert.
Jetzt sieht es aber so aus als ob ich den Plan vielleicht doch besser noch ein halbes Jahr aufschiebe: offenbar sollen noch in den nächsten Monaten kleinere Kennzeichen erlaubt werden. Aktuell ist der Heckspoiler bei mir 22cm breit, 4cm weniger sind da gefühlt knapp die Hälfte… 
Im Saturn anrufen ist wie auf einer Falltür stehen
Gerade habe ich versucht, telefonisch eine Frage an den Saturn-Markt in Dortmund zu richten. Da war prompt eine Dame am Telefon die mich an die passenden Kollegen vermitteln wollte. Warteschleife. Passend zur aktuellen TerrorWerbekampagne lief da Alice Cooper. Poison. Was an sich ja nicht schlecht ist. Aber gruselig in diesem Fall: das zweite aktuelle Werbegesicht ist der Sänger von Tokio Hotel… und Poison ist kein besonders langes Lied… was kommt danach…?
Das Gefühl ist das gleiche wie wenn man auf einer Falltür steht die sich jeden Moment öffnen könnte.
Schwein gehabt: es war eine Endlosschleife mit nur diesem einen Lied.
Nach einer Viertelstunde — gefühlte zwanzig Wiederholungen — konnte aber selbst ich es nicht mehr ertragen und habe aufgelegt. Ohne meine Frage stellen zu können. 
Coole Idee: C64 zum PC umbauen
Fast hätte ich vergessen mich darüber noch auszulassen: ich wurde darauf aufmerksam gemacht dass es offenbar in Amerika ein Unternehmen gibt das die gute alte Brotkiste mit Atom-Innereien wiederbeleben will. Keine Ahnung ob das ein Hoax ist, oder ob die das ernst meinen.
Die FamS meinte spontan: „Originell, da kommt niemand drauf.“
Ich dachte: Wer will das? Ich habe meinen C64@1GHz schon vor Jahren wieder auseinandergerissen, weil ich mit den Komponenten bessere Plaene hatte… 
Schraubstöcke und Schaufensterpuppen
USB-LED-Fader in Rumänien
Vögel bei Google
Nicht erwartet hätte ich aber den ersten Treffer bei einer Suche nach ‚Vogel‘. Gut dass sie sich bei den dicken Backen noch nichts denkt…
Microsoft gegen Gandhi
Wahrscheinlich eins der bekanntesten Gandhi-Zitate:
First they ignore you, then they laugh at you, then they fight you, then you win.
Daran denke ich auch immer lächelnd wenn ich über die Haltung Microsofts zu Linux sinniere.
Gleichermaßen erschreckend wie amüsant ist im Moment vielleicht, dass der Konzern die Reihenfolge nicht einhält. Erst juristisches Säbelrasseln und FUD in Bezug auf offenbar nicht vorhandene Sicherheitsmechanismen im Kinect, und nachdem sie eine Woche zugesehen haben was man so alles mit ihren Produkten machen kann freuen sie sich und tun so als ob nichts gewesen wäre. Auf nichts ist mehr Verlass…
Ach ja, falls mir noch jemand was zu Weihnachten schenken will: so ein Kinect-Dings habe ich noch nicht… 
Star Trek im Laufe der Zeit

Star Trek in der IMDB
Zwei Sachen wundern mich daran:
- Warum war der zweite Film so viel billiger als der erste?
- Wie zur Hölle schafft es Star Trek V auf 5,0 Punkte zu kommen?
Was mich allerdings auch erstaunt ist der finanzielle Abstand des letzten Films zu seinen Vorgängern. Obwohl: ja, auch ich finde den in jeder Hinsicht besser. Von Star Trek X war ich echt enttäuscht. Der war zwar nicht schlechter als der neunte, hat aber den ansonsten wirklich verlässlichen gut-schlecht-Rhythmus kaputt gemacht. Bis dahin galt die Faustregel: gerade Nummer == guter Film. 




