Das ist eine sehr lustige Idee: es gibt ein Plugin für Visual Studio, mit dem die Entwicklungsumgebung um spiel-artige Features aufgebohrt wird. Man bekommt Punkte wenn man bestimmte Features nutzt, es gibt einen Highscore. Auch für die Benutzung von ‚goto‚ gibt es komischerweise ein Achievement — wenn auch offenbar keine Punkte.
Kategorie: IT
Technikbezogene Themen
Malen nach Zahlen: Test Driven Development
Seit ich davon gehört habe bin ich davon überzeugt dass Test Driven Development eine sehr gute Sache ist. Gerade habe ich mir eine halbstündige Videopräsentation namens ‚Malen nach Zahlen‘ angesehen in der der Ansatz sehr schön gezeigt wird. Insbesondere der letzte Teil hat mich begeistert. Von Selenium hatte ich schon gehört. Webrat war mir neu, und Cucumber sieht geradezu aus wie Science Fiction — der utopischen Sorte… 
Dummerweise hatte ich noch nicht die Gelegenheit, mal wirklich Erfahrungen in dem Bereich zu sammeln. Beruflich beschäftige ich mich seit ein paar Jahren mit einem System das alles andere als testbar ist. Und privat sind die meisten meiner Entwicklungen kleinere Skripte, oder kleine Änderungen an bestehenden Projekten. Die größeren Sachen sind Mikrocontroller-Projekte, wenn mir jemand sagt wie man da (sinnvoll) TDD anwenden kann waere ich sehr dankbar.
Ich schiebe schon länger zwei Ideen für Projekte vor mir her die sich vielleicht eignen… mal sehen ob und wann ich dazu komme…
Notebook wiederbelebt
Nachdem ich mich seit Monaten über einen Wackelkontakt in der Stromzufuhr meines treuen Notebooks (Thinkpad T43) geärgert habe hat es mich Heute davon überzeugt dass das so nicht weitergeht. Komplett entladen, keine Chance mehr es aufzuladen. 
Naja, kaputt ist es eh. Also mal den Schraubenzieher angesetzt. Um zur Strombuchse zu kommen muss man das Teil fast bis auf die letzte Schraube zerlegen. Zwischendurch habe ich an mir gezweifelt und beim Händler meines Vertrauens nachgefragt was es kostet wenn der mir das repariert. 140 Euro, lohnt nicht für den antiken Rechenschieber. Für 150 kriege ich da schon das Nachfolgemodell (T60), für 300 sogar das Modell mit dem ich schon lange liebäugel (X61t mit großer Auflösung). Also weitermachen…
Wie gesagt: ich musste das Ding fast komplett auseinander nehmen. Habe ich bei einem Notebook noch nie gemacht. Da waren am Rumpf glaube ich nur noch drei oder vier Schrauben die ich nicht lösen musste. Ich hatte echte Bedenken das wieder zusammen puzzlen zu können, und das obwohl ich das Tablet meiner Einzigen neben mir liegen hatte das mir das Hardware Maintenance Manual praktisch vorgelesen hat.
Hat aber geklappt. Insgesamt hat die Aktion fast drei Stunden gedauert. Diesen Text schreibe ich von besagtem T43, der Akku ist mittlerweile auch schon wieder bei 32%. 
Ach ja, die Strombuchse: entgegen meiner Erwartung war es nicht so dass da Lötstellen auf dem Mainboard gebrochen sind. Das Teil ist sinnvollerweise gar nicht auf dem Board aufgelötet, das ist mit dem Gehäuse verschraubt und liefert den Saft per Kabel ans Board. Der Hohlstecker (bzw. die Buchse) war einfach nur ausgenudelt. An strategisch korrekter Stelle dremeln und die Lasche innen drin zurückbiegen hat Wunder gewirkt.
Computergeschichte: Die Anfänge von Unix
Aus irgendeinem Grund bin ich fasziniert von der Geschichte der IT. In einem sehr gut geschriebenen Artikel habe ich gerade nochmal die Anfänge von Unix ‚miterleben‘ dürfen. Schön subversiv sind die damals vorgegangen… 
Vim wurde 20
Ich bin gerade erst auf die Nachricht gestossen dass der beste Texteditor der Welt (wer’s nicht glaubt möge dies lesen und seine Meinung kundtun) am 02.11. zwei Jahrzehnte in der Öffentlichkeit hinter sich gebracht hat. Ich danke allen die dieses grandiose Werkzeug zu dem gemacht haben was es ist!
Wie klein ist Turbo Pascal?
Das gibt zu denken: die komplette Entwicklungsumgebung von Turbo Pascal 3.02 ist mit knapp 40kB offenbar nur ein fünftel so gross wie die Wikipedia-Seite zu C++. Oder halb so gross wie das Header-File der zlib auf dem Mac. 
Dennis Ritchie ist tot
Kein guter Monat in der IT. Letztes Wochenende ist Dennis Ritchie gestorben. 
Er war Miterfinder der Programmiersprache C und des Betriebssystems Unix, und somit vermutlich einer der absolut einflussreichsten Köpfe der Branche. Auch nach mehr als 40 Jahren haben seine Ideen immer noch einen wirklich prägenden Einfluss auf einen Bereich der kaum schnellebiger sein könnte.
Wer der Ansicht ist damit nichts zu tun zu haben — nicht jeder hat das Privileg mit einem wirklichen Unix arbeiten zu dürfen — mag sich folgendes verdeutlichen:- Linux basiert auf den Ideen von Unix.
- Android enthält einen Linux-Kern, und somit indirekt die Ideen von Dennis Ritchie.
- Der Kern von Apples MacOS stammt von BSD ab, also von einem echten Unix.
- Apples iPod, iPhone und iPad enthalten meines Wissens auch einen BSD-basierten Kern.
- Sogar Windows versucht an einigen Stellen sich an Posix-Standards zu halten, also an die Grundlage von Unix.
Unix is simple and coherent, but it takes a genius ” or at any rate a programmer ” to understand and appreciate the simplicity. (Dennis Ritchie)
Und jedes Mal wenn ich beobachte dass andere Systeme wieder irgendwelche Unix-ähnlichen Features übernommen habe denke ich dan dieses Zitat:
Those who don’t understand Unix are condemned to reinvent it, poorly. (Henry Spencer, Autor von regex)
Ach ja, Ritchie hatte offenbar auch einen ‚besonderen‘ Sinn für Humor:
We stopped when we got a clean compile on the following syntax:
for(;P("\n"),R--;P("|"))for(e=C;e--;P("_"+(*u++/8)%2))P("| "+(*u/4)%2);At one time, we thought of selling this to the Soviets to set their computer science progress back 20 or more years.
So zu lesen im Geständnis dass die Idee mit C und Unix eigentlich nur ein Gag gewesen sein sollte — im Jahr 2001. 
Linux: nicht gross, nicht professionell, nicht portabel
So wurde es seinerzeit angekündigt. Naja, was die Zeit so bringt:
- Linux ist gross.
- Linux ist professionell.
- Linux ist portabel.
Und genau Heute ist Linux 20 Jahre alt. Zumindest wenn man den legendären Post in comp.os.minix als Startdatum ansieht. Gut dass mittlerweile auch nicht nur AT-Platten unterstützt werden — ich wüsste nicht wo ich die in geeigneter Kapazität bekomme… 
Errungenschaften moderner Betriebssysteme
Letztes Jahr habe ich mich noch darüber amüsiert dass eine Firma wie Microsoft sich nicht blöd dabei vorkommt damit zu werben dass das neue Windows zwei Fenster gleichzeitig anzeigen kann.
Heute lese ich begeisterte Kommentare von Apple-Nutzern Apple-Fans die ab sofort — man höre und staune — an allen vier Ecken eines Fensters anfassen können um die Größe zu ändern.
Da staunt der Laie, und der Fachmann… äh… wohl auch.
Keine Zeit für DOS
Heute ist mir bei der Arbeit wieder mal DOS auf den Keks gegangen. Ich will eine Reihe von Kommandos ausführen und abschätzen können wie lange die jeweils gebraucht haben. Irgendwo gibt es dazu ein Kommando ‚timethis‘ oder so, aber wie alles nützliche gehört das natürlich nicht zum Lieferumfang von Windows. Zumindest nicht zu einer normalen Installation, keine Ahnung ob das im Ressource-Kit ist oder so.
Also Krücke: time. Prima, denke ich. Einfach aufrufen und ich kriege die Zeit sogar mit Sekundenbruchteilen:
Aktuelle Zeit: 16:51:08,23
Geben Sie die neue Zeit ein:
Bestens. Nur fragt mich das Mistding jedes Mal nach der neuen Uhrzeit. Das stört natürlich in meinem Anwendungsfall. OK, die Hilfe meint dass man das mit dem Parameter /t unterbinden kann. Also los:
16:51
Na toll. Ganze Minuten könnte ich damit also abschätzen. Schönen Dank, Windows… 
