Gerade hat mich jemand auf einen Artikel bei Hackaday aufmerksam gemacht. Do You Miss The Sound Of Your Model M? Nein, den Sound vermisse ich nicht. Was bei modernen Computern falsch ist ist die Haptik. Den Krach brauche ich nicht, aber der kommt halt automatisch. Und vermissen muss ich den Sound eh nicht, ich habe hier mehrere IBM Model M und Verwandte liegen. Teils noch original, teils in verschiedenen Umbaustadien basierend auf meinem Dulcimer-Projekt. Die könnte ich einfach anschliessen und glücklich sein… :-)

Trotzdem habe ich gerade das Projekt Bucklespring installiert und ausprobiert. Der Sound ist wirklich überzeugend. Das ist nicht nur ein Tastenklick, da hat sich tatsächlich jemand die Mühe gemacht, alle Tasten individuell zu samplen. Der Pfeil nach oben klingt also tatsächlich anders als der Pfeil nach unten. Ich bin beeindruckt!

Leider ändert sich dadurch nicht die Haptik. Ich habe das Glück, noch eine wirklich anständige Tastatur in meinem älteren Thinkpad (Lenovo X201) zu haben. Aber ich schaudere schon der Zeit entgegen wenn das Ding mal den Geist aufgibt. Die Tastatur ist der Schwachpunkt an allen aktuelleren Notebooks die mir bislang unter die Finger gekommen sind. :-(

Oder wie es ein Kommentator bei Hackaday formuliert:

As in, it’s not about the sound, may as well play a tape of V8 engine noises in your Nissan Micra and claim you’ve faithfully recreated a muscle car.

War mir nicht bekannt, aber man kann sudo so einstellen dass es einen nach Eingabe eines falschen Passwortes… originell abweist. :-)

Wer nur die Antworten sehen möchte kann das — zumindest auf Ubuntu — so machen:

Vor gut zehn Jahren hatte ich schon mal einen ähnlichen Tipp im Blog, damit bietet dann praktisch jedes Tool in der Shell diesen… Service. :-D

Ich hatte schon öfter was über ungewöhnliche Programmiersprachen geschrieben. Zuletzt über Folders, eine Sprache die ganz ohne Dateien auskommt.

Heute habe ich zwei neue Sprachen kennengelernt. Nein, nicht gelernt. Nur erfahren dass es das gibt. Da wäre zum einen Qalb, eine Sprache in der die Quelltexte (eigentlich auch der Name, aber bei قلب hätte ich noch weniger Ideen zur Aussprache als bei der lateinischen Umschreibung) in arabischer Schrift verfasst werden. Hier gibt es alles was man braucht bei Github. :-D

Die Sprache ist aber schon älter, neuerdings gibt es — ebenfalls bei Github — eine Sprache namens Potaka (wieder eine lateinische Umschreibung, für পতাকা fehlt mir nicht nur eine Idee zur Aussprache sondern sogar die Zeichen im Font). Um die zu beherrschen sollte man bengalische Schrift entziffern können. Wer es versuchen mag: das hier sieht nach einem Spielfeld aus — genau sagen kann ich das aber nicht… ;-)

Spyke auf dem Karton

Spyke auf dem Karton

Eigentlich war ich nie ein großer Spieler. Aber dieses Jahr habe ich zum Geburtstag ein Spiel geschenkt bekommen. Das hat mich sehr angefixt, seitdem habe ich mich intensiv damit beschäftigt was der Spielemarkt so hergibt. Hatte ich ja auch schon beiläufig erwähnt.

Das Spiel das den Auslöser gegeben hat war Munchkin. Ein Kartenspiel von Steve Jackson, in Deutschland vertrieben von Pegasus. Ich habe seitdem eine Menge wirklich guter Spiele kennen gelernt, aber — obwohl es offenbar unter ‚ernsthaften Spielern‘ sehr polarisiert — bleibt Munchkin einer meiner Favoriten. Neben meiner Frau konnte ich jetzt schon einige Leute damit infizieren. Allesamt höchstens Gelgenheits-Spieler wie ich, aber wirklich negative Rückmeldungen habe ich noch nicht bekommen.

Box, Netz-Trolle, Mami und Plutonium-Drachen

Box, Netz-Trolle, Mami und Plutonium-Drachen

Geschenkt wurde mir eine Box mit Fantasy Munchkin 1 und 2. Von dem Spiel sind aber eine Menge Varianten und Erweiterungen rausgekommen, so nenne ich mittlerweile auch die Erweiterungen 3 bis 6, die Turbobooster, die verlorenen Schätze, Freibeuter-Munchkin 1 und 2, sowie das Brettspiel Munchkin Quest, den Love-Letter-Clone Loot Letter und die Munchkin-Variante von Smash Up mein Eigen. Und da kommt sicher noch einiges dazu. Die Kiste mit 7 und 8 steht schon auf dem Einkaufszettel, die Vampir- und Western-Versionen reizen mich, und aus irgendwelchen Gründen hat mir die beste aller Frauen ein striktes Verbot gegeben, mir vor Weihnachten Star Munchkin zu kaufen. :-D

Heute wurde ich mit einer völlig neuen Variante überrascht. Nennen wir es mal Guest Artist Edition. Meine Tochter hat mir eine Erweiterung gebastelt. Komplett mit Schachtel, Netz-Trollen, Mami und natürlich Plutonium-Drachen. Sie hat sich meine Spiele gut angesehen, zum wirklichen Spielen ist sie noch zu jung. Aber mir scheint dass ich jetzt doch auch Jäger des Schatzes — eine Variante für Kinder — auf den Einkaufszettel nehmen muss… ;-)

Klonfiguration

Substantiv, feminin
Worttrennung: Klon·fi·gu·ra·ti·on, Plural: Klon·fi·gu·ra·ti·o·nen
Bedeutung: Etwas identisch zu etwas anderem einstellen, Einstellungen kopieren.
Herkunft: von deutsch Klon und Konfiguration
Beispiel: [EDV] Seltsam, das ist eine exakte Klonfiguration, und es funktioniert trotzdem nicht.
Siehe auch: klonfigurieren, Verb

(Eigentlich habe ich mich nur vertippt, aber ich finde das Wort sollte es geben… und die 26 Google-Fundstellen scheinen überwiegend versehentlich entstanden zu sein. :-) )

Vor längerer Zeit habe ich hier mal auf eine Seite hingewiesen die Text durch entsprechende Homoglyphen ‚verschönert‘ hat, also Buchstaben durch ähnlich aussehende Zeichen aus anderen Alphabeten ersetzt hat.

Die Seite ist mittlerweile offline, aber hier gibt es einen Unicode Text Converter der das gleiche tut. Und wenn ich das Original noch richtig in Erinnerung habe mit noch mehr unterschiedlichen Varianten.

Wohlgemerkt: Da wird nicht der Font ausgetauscht. Es werden lediglich Teile aus den Fonts benutzt die man über eine gängige Tastatur kaum erreicht. Also Zeichen die eigentlich nicht dazu gedacht sind, normalen deutsch- oder englischsprachigen Text herzustellen. Copy & Paste funktionieren trotzdem, wenn man beispielsweise mal in irgendwelchen Messengern Schindluder treiben will…

Ḳäṅṅ ṡëïṅ bAꙅꙅ biɘ Ǝᴙgɘdᴎiꙅꙅɘ иісЂт іммэѓ 🅖🅤🅣 𝖆𝖚𝖘𝖘𝖊𝖍𝖊𝖓. :-)

Ich sehe mir immer mal wieder gerne esoterische Programmiersprachen an. Lustig, auf was für Ideen Leute kommen — einfach nur weil es geht. :-)

Die meisten Sprachen haben eine vergleichsweise einfache Grammatik (es sei denn sie legen es speziell darauf an eben keine einfache Grammatik zu haben). Bei fast allen werden die Quelltexte in ASCII-Notation verfasst. Nennenswerte Ausnahmen sind Piet (da liegen die Quelltexte als GIF vor) und neuerdings vielleicht noch Emojicode. Aber selbst wenn es kein ASCII ist: es sind Dateien.

Jetzt habe ich von Folders gehört. Bei der Sprache liegen Quelltexte nicht mehr als Dateien vor, sondern als Ordner. Und damit die Ordner nicht so aus der Reihe tanzen haben sie griffige Namen bekommen: so heißt die Entsprechung für if jetzt New Folder, und aus print wird Setup. Der Datentyp für Integers heißt Vacation photos, der für Texte ist Img

Eingängig, oder? Und das beste: Quelltexte haben eine Länge von Null Bytes (nur halt eine komplexe Verzeichnisstruktur). Wer schreibt jetzt einen Flugsimulator? :-D