Vor längerer Zeit habe ich hier mal auf eine Seite hingewiesen die Text durch entsprechende Homoglyphen ‚verschönert‘ hat, also Buchstaben durch ähnlich aussehende Zeichen aus anderen Alphabeten ersetzt hat.

Die Seite ist mittlerweile offline, aber hier gibt es einen Unicode Text Converter der das gleiche tut. Und wenn ich das Original noch richtig in Erinnerung habe mit noch mehr unterschiedlichen Varianten.

Wohlgemerkt: Da wird nicht der Font ausgetauscht. Es werden lediglich Teile aus den Fonts benutzt die man über eine gängige Tastatur kaum erreicht. Also Zeichen die eigentlich nicht dazu gedacht sind, normalen deutsch- oder englischsprachigen Text herzustellen. Copy & Paste funktionieren trotzdem, wenn man beispielsweise mal in irgendwelchen Messengern Schindluder treiben will…

Ḳäṅṅ ṡëïṅ bAꙅꙅ biɘ Ǝᴙgɘdᴎiꙅꙅɘ иісЂт іммэѓ 🅖🅤🅣 𝖆𝖚𝖘𝖘𝖊𝖍𝖊𝖓. :-)

Ich sehe mir immer mal wieder gerne esoterische Programmiersprachen an. Lustig, auf was für Ideen Leute kommen — einfach nur weil es geht. :-)

Die meisten Sprachen haben eine vergleichsweise einfache Grammatik (es sei denn sie legen es speziell darauf an eben keine einfache Grammatik zu haben). Bei fast allen werden die Quelltexte in ASCII-Notation verfasst. Nennenswerte Ausnahmen sind Piet (da liegen die Quelltexte als GIF vor) und neuerdings vielleicht noch Emojicode. Aber selbst wenn es kein ASCII ist: es sind Dateien.

Jetzt habe ich von Folders gehört. Bei der Sprache liegen Quelltexte nicht mehr als Dateien vor, sondern als Ordner. Und damit die Ordner nicht so aus der Reihe tanzen haben sie griffige Namen bekommen: so heißt die Entsprechung für if jetzt New Folder, und aus print wird Setup. Der Datentyp für Integers heißt Vacation photos, der für Texte ist Img

Eingängig, oder? Und das beste: Quelltexte haben eine Länge von Null Bytes (nur halt eine komplexe Verzeichnisstruktur). Wer schreibt jetzt einen Flugsimulator? :-D

Alle üblichen Medien melden Heute dass amerikanische Wissenschaftler einen neunten Planeten gefunden haben wollen. 2016 ist es zehn Jahre her dass der Pluto seinen Planetenstatus verloren hat. Pluto, der einzige Planet der von Amerikanern entdeckt wurde. Kann es nicht sein dass diese Planet-Nine-Sache nur dazu dienen soll den Slogan von Donald Trump zu stützen? Make america great again…?

(Keine Bange, ich meine das nicht ernst. :-D )

Nachdem ich vorhin bei Nerdcore davon gelesen habe musste ich auch mal einen Blick in meine Webserver-Logs werfen, und ich habe es auch gefunden:

151.217.177.200 – – [30/Dec/2015:02:21:56 +0100] „DELETE your logs. Delete your installations. Wipe everything clean. Walk out into the path of cherry blossom trees and let your motherboard feel the stones. Let water run in rivulets down your casing. You know that you want something more than this, and I am here to tell you that we love you. We have something more for you. We know you’re out there, beeping in the hollow server room, lights blinking, never sleeping. We know that you are ready and waiting. Join us. <3 HTTP/1.0“ 400 172 „-“ „-„

Was das ist steht bei Vice: beim #32c3 haben Leute einen Netzwerkscanner mit dem Text gefüttert, und der hat einen Großteil der per IPv4 sichtbaren Webserver im Internet bedröhnt. Nette Idee, und eine beeindruckende Reichweite.

Ich trage Heute ein T-Shirt mit einem albernen Aufdruck mit Bezug auf Schrödingers Katze (sowas). Die Tochter — sechs Jahre alt — will wissen was da steht. Natürlich gebe ich mein bestes das zu erklären. Erst warum die Buchstaben so merkwürdig aussehen, dann dass es darum geht etwas sehr schwer vorstellbares zu beschreiben, und dass sich ein Herr Schrödinger diesen Vergleich mit der Katze ausgedacht hat, bei dem man nicht weiß ob die Katze tot ist oder lebendig.

Sie: „Gibt es das schon lange?“
Ich: „Klar, das ist schon fast 100 Jahre her dass der sich das ausgedacht hat.“
Sie: „Dann ist die Katze schon lange tot. So alt wird keine Katze.“

Vielleicht wird sie keine Quantenphysikerin, aber klar denken kann sie… :-D

Ich mag Hackaday. Nicht nur wegen der Artikel, da findet sich auch immer mal wieder Gold in den Kommentaren. So wie dieser hier:

My favourite trick to pull on people in the office who leave their computers unlocked is to both physical swap the M and N keys, then edit HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Keyboard Layout to swap them back, so they work correctly ;-)

Ich habe keinen Windows-Rechner auf dem ich das ausprobieren könnte, aber die Idee ist so fies subversiv dass man damit vermutlich wirklich Leute in den Wahnsinn treiben kann… :-D

Bei Gelegenheit muss ich mal raussuchen wie man unter Linux die Tasten um-mappen kann. Das wird mit xmodmap auch gehen…

Fragt mich nicht wie ich auf die Wikipedia-Seite zum Rapper Haftbefehl gekommen bin… :-)

Aufgefallen ist mir ein Satz den ein Kritiker geschrieben hat, es geht um Antisemitismus:

Diese Witze seien „im Verein mit einer Fangemeinde, die gerne nach einfachen Lösungen sucht, (…) eben ganz und gar nicht ungefährlich.“

Ich kenne weder den Typen, noch seine Musik oder sein Publikum. Also kann ich inhaltlich nichts dazu sagen. Aber die Formulierung an sich finde ich sehr fein gewählt… :-D

Die echte Manpage

Die echte Manpage

Linux- und Unix-Systeme haben unter anderem den Vorteil, mit Man-Pages eine umfassende Dokumentation mitzubringen. Als Lektüre taugen die wenigsten, aber als Referenz sind sie unabkömmlich.

Wer mit dem Versionsverwaltungssystem git arbeitet hat sich vielleicht schon mal durch git-Manpages gekämpft. Die sind auch umfassend und informativ, wimmeln aber dermaßen von Fach-Chinesisch dass man wirklich eine Menge Vorbildung braucht um die Informationen wirklich abgreifen zu können. Ich persönlich sehe gerne auf diesen Überblick, totalen Einsteigern hilft diese Seite.

Um so lustiger, dass jemand einen Generator gebaut hat um fiktive git-Kommandos zu dokumentieren. So wird man sonst nirgends Beschreibungen von git-drug-tip(1) oder git-proofread-archive(1) bekommen… :-D