Es sei nur kurz darauf hingewiesen: in der aktuellen c’t („Retro-Ausgabe 2018“, 27/2018 vom 23.10.) wird ein Umbausatz beschrieben mit dem man einer alten IBM Model M Tastatur Bluetooth beibringen kann. Das hatte ich auch immer mal vor, aber ich glaube das kann ich damit zu den Akten legen.

Links zum Thema findet man bei der Zeitung, der Umbau kostet am Ende rund 120 Euro. Soviel kann man für eine anständige Tastataur ausgeben, finde ich. Ich habe noch ein paar Model M auf Lager die nicht meine Dulcimer-Behandlung erfahren haben, unter anderem eine mit 122 Tasten… mal sehen wie lange die original bleibt… :-D

Ein wenig genervt bin ich schon. Wir waren noch nie so nah daran „richtiges“ Internet zu bekommen wie jetzt. Und die Telekom schafft es doch noch, den Anschluss auf der Zielgerade zu verstümmeln. :-(

Hier im Außenbereich gab es noch nie eine tolle Anbindung. Mit dem Wunsch nach Bandbreite haben wir seinerzeit die ISDN-Flatrate (64kBit flat für 80 Euro im Monat — nachdem ich in meiner letzten Stadtwohnung schon 2MBit für einen Bruchteil des Preises bekommen hatte) gegen UMTS eingetauscht. Schneller, dafür mit Volumentarif. Mit HSDPA / HSUPA und zuletzt LTE ist es dann wirklich bedeutend schneller geworden, aber eine echte Flatrate bietet einem niemand zu einem reellen Preis an.

Bis jetzt.

Die Telekom vermarktet jetzt in dieser Gegend Hybrid-Anschlüsse. Von theoretischen 50MBit (die wir tatsaechlich manchmal fast erreicht haben) sind wir jetzt wieder auf 16MBit runter. Macht aber nix: dafür haben wir zum ersten Mal seit ISDN wieder eine Flatrate. Endlich können auch hier Netflix & Co. Einzug halten, den Luxus hatten wir uns im Volumentarif verwehrt.

Neben dem flachen Tarif hat mich aber auch die Aussicht auf IPv6 überzeugt. Das wurde im alten LTE-Tarif nicht angeboten, auf mehrfache Nachfrage habe ich immer nur „ist nicht Bestandteil des Angebotes“ bekommen. :-(

Jetzt hält hier endlich die Zukunft Einzug. Richtige Adressen, bis in den letzten Winkel des Hauses. Tanzende Schildkröten. Endlich! Aus dem neuen Router kommen richtige echte IPv6-Pakete raus!

Dachte ich.

Ich meine: ja, die kommen da raus. Was das Ding aber nicht kann ist Router Delegation. Und damit sitze ich dann weiter auf meinen geNATteten 4-Byte-Adressen. Zentrum meines Netzes ist nicht das Telekom-Ding, sondern eine virtuelle Maschine mit OPNsense (hat hier kürzlich pfSense ersetzt). Und damit habe ich dann das gleiche Problem wie die Leute die sich — zum Beispiel wegen Home Automation oder wegen Telefonie — nicht von ihren alten Fritzboxen trennen wollen: mein Firewall bekommt zwar eine anständige IPv6-Adresse, hat aber keine reelle Chance dieses moderne Zeug ins Netz weiter zu verteilen. :cry:

Tja. Vorschläge?

Das lokale Glasfaserprojekt steht in den Startlöchern, die Leerrohre sind nicht mehr weit. Spätestens damit sollte dann alles gut werden. Irgendwann…

Ich halte immer die Augen auf was es so alles gibt um Brettspiele aufzupimpen. Gerade bin ich wieder auf eine interessante Sache gestoßen: auf Hero Forge kann man eigene Miniaturen gestalten.

Im Prinzip funktioniert das wie eine Ankleidepuppe. Man kann sehr viele Aspekte der Figuren konfigurieren, Kleidung und Zubehör auswählen. Am Ende kann man die Figur als STL-Datei runterladen, oder sie direkt als Druck in Auftrag geben. Dabei gibt es verschiedene Qualitaeten, von Plastik bis Bronze (!).

Leider ist die ganze Sache nicht billig. Als Download kostet jede Figur etwa $10, die Preise für ‚Hardware‘ reichen von $20 bis $100. So wäre man als Selbstausdrucker für einen Basis-Satz Colt Express (sechs Banditen, ein Marshall) schon $70 los. :-(

Wie die Qualität ist kann ich nicht beurteilen. Wirklich gekauft habe ich noch nichts. Selbst gedruckt habe ich bislang nur den Gouda-Golem für Maus und Mystik, aber der hat mir schon nahegelegt mich noch etwas mit dem Finetuning des Druckers zu beschäftigen… ;-)

Seit einer ganzen Weile bin ich intensiv fasziniert von Brettspielen. Ich bin immer wieder erstaunt was es da alles gibt. Vor allem natürlich in Bezug auf Spielmechaniken, -materialien und -themen, aber es gibt auch außerhalb der Spielschachtel vieles das das Erlebnis verbessern soll.

Gerade bin ich auf den Ambient-Mixer gestoßen. Das ist ein Tongenerator mit dem man verschiedene Sounds zu einem Klangteppich zusammenmischen kann. Die Seite hat eine ganze Kategorie mit vorgefertigten Mischungen für Brettspiele. Ich kann mir nicht wirklich vorstellen wie sich Dixit anhören müsste, aber die Sounds für Colt Express oder Mysterium finde ich schon passend.

Allgemeine Soundtracks — dafür tatsächlich komponiert und nicht generiert — gibt es auf Tabletop Audio. Das sind teilweise Musikstücke, teilweise auch nur Klangcollagen.

Sehr cool finde ich dass manche Verlage von sich aus entsprechende Downloads anbieten. Libellud hat beispielsweise in den Downloads was passendes für Mysterium (und gerade dieses Spiel profitiert tatsächlich vom passenden Ambiente).

Ich hatte noch keine Gelegenheit in die Hörbuch-CD zu Maus & Mystik reinzuhören. In dem Spiel gibt es einige Erzähl-Abschnitte. Die liest man eigentlich einfach aus dem beiliegenden Buch vor. Mit der CD bekommt man die Teile dann von professionellen Sprechern präsentiert. Keine Ahnung welchen Einfluss das auf das Spielgefühl hat…

Offerte

Offerte

Nein, nicht wirklich von Wikipedia. Und normalerweise kommentiere ich den Spam auch nicht den ich bekomme — wenn ich ihn ueberhaupt lese.

Dieser ist mir aus irgendeinem Grund ins Auge gestochen. Ich bekomme — natürlich nur wenn ich innerhalb einer Stunde reagiere — 85% Rabatt auf meine eigene Wikipedia-Seite! Die ist offenbar Voraussetzung dafuer dass ich ähnlich erfolgreich werde wie Gangnam Style oder Justin Bieber. Und das muss ja wohl das Ziel eines jeden Internetbewohners sein, oder?

Ein Angebot dass ich nicht ablehnen kann… Fast nicht. :-)

Was es nicht alles gibt… Mit quoteSalute kann man nach stilvollen Wegen suchen, seine Korrespondenz abzuschliessen:

Erhalten Sie mich in freundschaftlichem Andenken, und bleiben Sie von meiner ganzen Hochachtung überzeugt Ihr ergebenster…

„Mit freundlichen Grüßen, und so weiter und so weiter“ war Gestern! Mal sehen ob ich das zu einem Plugin für mutt umgestrickt bekomme… :-D

Mein Nachbau

Mein Nachbau

Dieser Beitrag ist zu spät für Ostern, die Idee ein alter Hut und im Wesentlichen nur ein Nachbau eines Projektes das andere schon lange veröffentlicht haben. Trotzdem hatte ich eine Menge Spaß beim Basteln, und die Familie hat sich tolle Motive ausgedacht. Grund genug, das Ding auch hier rein zu kleben. :-)

Ich habe den Karfreitag in diesem Jahr weitestgehend damit verbracht, einen Roboter zu bauen der Ostereier bemalt. Die Idee kenne ich schon seit dem originalen EggBot von den Evil Mad Scientist Laboratories, und mittlerweile habe ich die Ausstattung selbst was in der Art nachzubauen. Allerdings leider zur Zeit nicht die Zeit das auch selbst zu entwickeln, also habe ich ein fertiges Projekt gesucht. Ich wollte nach Möglichkeit bei Standard-Bastelkomponenten bleiben, also habe ich mich nach einem Modell mit Arduino-Steuerung umgesehen. Fündig geworden bin ich beim C-Hack, auf deren Seite man den C-Egg findet.

Osterei

Osterei

Das Gehäuse habe ich aus 5mm MDF gelasert, die Aufnahmen für die Eier habe ich — da ich nicht die Teile zur Hand hatte um das Original nachzubauen — selbst gemalt und aus dem 3D-Drucker gezogen. Alles andere entspricht im Wesentlichen dem C-Egg.

Der Aufbau war nicht sonderlich kompliziert, lediglich die Position der Jumper auf der CNC-Platine hat mich etwas forschen lassen. Ist aber auch nicht dramatisch, das ist mein erstes Projekt mit Schrittmotoren, und ich habe so wieder was neues gelernt.

Oh, und es hat sich rausgestellt dass wasserfeste Folienstifte ideal für die Bemalung von Eiern sind. Die machen feine Linien, und vor allem verschmieren sie nicht. Wir haben die meisten Eier in einem zweiten Schritt nochmal mit normaler Eierfarbe „übergefärbt“, die geplotteten Motive waren davon nicht beeinträchtigt.

Ordentlich

Ordentlich

Ich hatte ja schon von der Handykonsole geschrieben die ich mir für mein neues altes Auto (VW Passat 3BG) gebastelt habe. Die hat mir ein Arbeitskollege gedruckt, den eigentlichen Handyhalter hatte ich damals aus Holz gebastelt. Jetzt habe ich ein neues Telefon, da habe ich einen neuen Halter auch direkt aus — mittlerweile meinem eigenen — 3D-Drucker gezogen.

Was ich gerne noch in der Nähe gehabt hätte ist eine USB-Steckdose, damit ich direkt auch aufladen kann. Das geht natürlich über den Zigarettenanzünder, aber wie man so schön sagt: Wenn man erstmal einen Hammer in der Hand hat sieht alles aus wie ein Nagel. :-D

Ich habe also den Hammer in Form meines Druckers, in Kombination mit FreeCAD konnte ich damit einen Blindstopfen aus dem Armaturenbrett nachbauen.

Aus einem billigen Autoladegerät habe ich die Elektronik rausgepult, Kabel angelötet und die grell-blaue durch eine schwächere rote — passend zur Instrumentenbeleuchtung — ersetzt. Mit etwas Schrumpfschlauch und einem Tropfen Heißkleber passt die kleine Platine sauber in den Ausschnitt in meinem Stopfen.

Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen, finde ich. Die Oberfläche die das Druckbett dem Stopfen verpasst hat entspricht zwar nicht exakt den benachbarten Schaltern, ich bin mir aber sicher dass das erst beim zweiten Hinsehen auffällt.

Ich bin zufrieden. :-)