Irgendwie bin ich gerade dabei, an screen zu verzweifeln. Nichts wichtiges, aber etwas in das ich mich seit Gestern verbissen habe. Da ich weiß, daß es hier einige Leser gibt die das Tool zu schätzen wissen, mal die Frage in die Runde: Ist das alles?

Was bisher geschah: Ich benutze fvwm2 als Windowmanager, mit einem mächtig abgespeckten Crystal-Theme. Gestern habe ich meinen zerschossenen Bootloader mit Hilfe einer GRML-CD repariert, da ist mir der nett vorkonfigurierte Screen aufgefallen. Der stellt in seiner Statuszeile auch Informationen wie die aktuelle Taktfrequenz dar. Auf dem unteren Teil meines Bildschirmes habe ich noch eine Art Taskleiste, die ich aber bei nüchternem Nachdenken nie brauche. Lediglich die Statusmeldungen am Rand — Uhrzeit, Akkustatus, Taktfrequenz und Temperatur — würden mir fehlen. Also will ich die jetzt in meinen Screen packen, damit mein Desktop endlich aufgeräumt (AKA absolut leer) ist.

Beliebige Informationen kann man mit sogenannten Backtick-Kommandos in Screen darstellen. Gut zu wissen, war mir auch neu. Ein Blick auf GRML zeigt, daß da für diesen Zweck Skripte aufgerufen werden, die irgendwo im System liegen. Technisch kein Problem, aber ich hätte keine sinnvolle Idee, wo ich die lassen sollte. Also habe ich versucht, direkt in der Screen-Konfiguration ‚Einzeiler‘ unterzubringen.

Schäbbig, aber geht: Das funktioniert so lange, wie da tatsächlich nur ein einzelnes Kommando aufgerufen wird. Sobald substituiert wird (uname bzw. $(uname)) klappt das nicht mehr. Erstmal habe ich mir beholfen, indem ich eine neue Shell starte und der die Kommandos als Parameter mitgebe:

backtick 1 0 60 sh -c 'sed -ne "s/.* on-line/^/p" /proc/acpi/ac_adapter/AC/state; expr $(sed -ne "s/remaining capacity: *\([0-9]*\) mWh/\1/p" /proc/acpi/battery/BAT0/state) \* 100 / $(sed -ne "s/last full capacity: *\([0-9]*\) mWh/\1/p" /proc/acpi/battery/BAT0/info)'
backtick 2 0 60 sh -c 'expr $(cat /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_cur_freq) / 1000'
backtick 3 0 60 sed -ne "s/temperature: *\\([0-9]*\\) C/\\1°C/p" /proc/acpi/thermal_zone/THM0/temperature

Fiese Zeilenumbrüche, aber ich bin sicher daß man damit klarkommt wenn man an .screenrc bastelt. ;-)

Mein Problem mit dieser Lösung ist, daß für jede Aktualisierung der CPU- und der Takt-Infos eine extra Shell geöffnet wird. Das muß bei Aktionen die auf Dauer durchaus häufiger als alle 60 Sekunden laufen nicht sein. Oder?

Schöne Lösung? Ich habe einiges an Quotes ausprobiert, auf die Art habe ich den dritten Eintrag mit ein paar eingestreuten Backslashes zum Laufen gebracht. Zu den ersten beiden habe ich keine Idee mehr, und ich bin irgendwie nicht schlau genug um die Screen-Sourcen weit genug zu verstehen um zu erkennen ob es eine Lösung gibt. Hat jemand von Euch mehr Erfolg?

Wobei, zugegeben: so richtig schön wird das eh nicht. Ich vermute, daß es auf Dauer am Ressourcenschonendsten wäre, die Sammlung der Daten in ein eigenes Programm (meine Wahl wären Perl oder Python) auszulagern. Das könnte dann parallel zum Screen mitlaufen, wenn man die Parameter für ‚Backtick‘ richtig wählt kann Screen nämlich auch Ausgaben eines dauerhaft laufenden Programms anzeigen. Was meint Ihr?

Notiz an mich selbst: Wenn ich wieder mal meinen Bootloader ruiniere, indem ich einen neuen Kernel mit make install zu installieren versuche und dadurch den Grub mit einem kaputten Lilo überschreibe, dann helfen diese beiden Kommandos in einer Grub-Shell, die ich auf den gängigen Live-CDs einfach aufrufen kann:

grub> root (hd0,1)
grub> setup (hd0)

Die Parameter (hd0,1) bzw. (hd0) gelten so für mein Notebook, das muß nicht überall so aussehen.

Bislang habe ich versucht, die Partition zu chrooten und grub-install /dev/hda auszuführen, bei Arch-Linux geht das aber nicht, ich denke da die Device-Nodes nicht auf der Platte liegen.

Gerade habe ich von einem Kollegen — seines Zeichens überzeugter Apple-Nutzer — eine Mail bekommen. In der Hoffnung, daß er mich nicht wegen seinem Urheberrecht an diesen zwei Sätzen verklagt, und in der Hoffnung daß vielleicht noch jemand seinen Ketchup dazugeben möchte stelle ich meine Antwort mal hier her:

> http://www.pro-linux.de/edit/mai2006.html
>
> Wirklich mal ein gelungenes Editorial, das die Sache gut auf den Punkt
> bringt. Was meinst Du?

Naja… daß es vor dem Kauf der Hardware nötig ist sich zu informieren liegt nicht am Betriebssystem, sondern an den Herstellern der Hardware. Aber das brauche ich einem Apple-Benutzer nicht zu sagen… :-)

Genausowenig, wie daß ich WISO auch gerne auf meiner Kiste hätte.

Xandros, ein System fast ohne Macken, sehr vorkonfiguriert, sehr einfach, im Prinzip absolut top; und wie installiere ich das neuste amaroK (oder $programmname, der nicht im Repository ist)?

Wie installiere ich amaroK denn auf Windows? Ist das einfacher? Und Programme, deren Betrieb meine Distribution vorsieht kann ich in aller Regel sehr einfach installieren. Auf Kubuntu stellt amaroK keine Hürde dar, auf Ubuntu schon (eine kleine).

Ich kann iCal oder Safari auch nicht auf Windows oder Linux betreiben, genausowenig läuft (AFAIK) der Windows Mediaplayer auf dem Mac. Das macht MacOS nicht zu einem schlechten System, oder?

Linux muß fit für den normalen Benutzer werden.

Der normale Benutzer sollte sich halt eine geeignete Distribution nehmen. [KUX]buntu für unbedarfte, SuSE für interessierte und Debian oder Gentoo für Fortgeschrittene. Und diese Wahl hat man nicht nur unter Linux: Windows 2003 ist auch nicht jedermanns Sache.

Nur Apple macht es einem schön einfach: Einheitsbrei für alle! ;-)

Mal eine Frage in die kleine Runde hier: ich habe letzte Tage zu Testzwecken mein Notebook im Auto betrieben, mit einer Software die auch einen GPS-Empfänger unterstützen würde. ;-) Bei der Überlegung, ob man in so ein Teil investieren sollte habe ich nach anderen Anwendungen gesucht, und da wäre ein Navigationssystem eigentlich naheliegend.

Nativ scheint es für Linux nur GpsDrive zu geben, was ich in Anbetracht der Tatsache daß einige der kommerziellen Embedded-Geräte unter Linux laufen etwas merkwürdig finde. GpsDrive scheint eine nette Sache zu sein, aber es sieht nicht wirklich nach einer Alternative zu den üblichen kommerziellen Lösungen aus. Und bevor ich >300 Euro für ein weiteres Gerät (das zudem nur alle paar Wochen mal benutzt würde) ausgebe, würde ich lieber <100 Euro für eine Software für das ohnehin vorhandene Notebook ausgeben.

Also weiter nachgedacht: Hat eigentlich schonmal jemand versucht, eines der kommerziellen Windows-Programme unter Wine zum Laufen zu bekommen? Wie stehen da die Chancen? Wen kann man fragen?

TPP in PhosphorVor ein paar Tagen sind mir — warum auch immer — zwei Sachen aufgefallen, die für Shell-Benutzer mit Hang zu Albernheiten interessant sein könnten:

  • Mit TPP existiert ein Präsentationsprogramm für den Textmodus. Präsentationen werden als Textdatei geschrieben, TPP zeigt sie mitsamt Effekten wie verschiedenen Schriftarten (figlet) oder einfachen Animationen an.
  • Der Phosphor-Bildschirmschoner aus dem xscreensaver-Paket emuliert ein VT100-Terminal, kann also zum Beispiel bedingt als Ersatz für xterm benutzt werden.

Vorhin habe ich mir überlegt, daß man das eigentlich auch kombinieren könnte. Präsentationen im Textmodus, aber mit der schicken Ausschauigkeit von Phosphor. Für die, die es nicht kennen: Phosphor zeigt Text so an, daß man meinen könnte an einem Grünmonitor aus den Anfängen des Computerzeitalters zu sitzen. Dazu gehört eine niedrige Auflösung, merkwürdige Ränder an den Pixeln, die natürlich fein säuberlich durch Scan-Zeilen getrennt sind. Und das beste: es leuchtet mächtig nach. :-)

Nebenstehendes Bild ist die Ausgabe des folgenden Codes:

--newpage textmodus
--boldon
--huge Text Modus
--ulon
--horline
--boldoff
--uloff

- Präsentationen per SSH

- Zur Not auch im Bildschirmschoner

- Einfach zu schreiben

- Sogar mit Effekten (Fonts, Einblendungen)

Ausgegeben wird das ganze dann in angehübschter Form durch eine Zeile wie diese:

/usr/lib/misc/xscreensaver/phosphor -scale 3 -geometry \=1280x1024 -program "tpp praesi.tpp"

Übrigens: Auch mit TeX / LaTeX kann man feine Präsentationen erstellen. In meiner Version von TPP (die, die bei Gentoo dabei ist) ist eine Konvertierung von .tpp nach .tex schon vorgesehen, läßt sich aber scheinbar noch nicht aufrufen.

Ich hab’s wieder mal kaputtgespielt. Und keine Ahnung, wie ich es mit vertretbarem Aufwand reparieren könnte: mein Firefox-Profil. Irgendeine Extension hat mir wohl die Möglichkeit genommen, Popups zu öffnen. Und das leider allzu gründlich, also nicht nur bei Werbung.

OK, eine gute Gelegenheit auf Version 1.5 upzudaten, auch wenn die im Gentoo noch nicht als ’stable‘ zur Verfügung steht. Und um der Fehlersuche zu entgehen, habe ich mein altes Profil direkt entsorgt (sprich: als Backup umkopiert). Leider ist nach so einer Aktion vieles nicht mehr wie es war. Die Extensions wollte ich eh neu installieren, aber meine Bookmarks (zumindest die, die nicht zentral online in einer Sitebar liegen), meine Kekse und meine gespeicherten Paßwörter wollte ich retten.

Langer Rede kurzer Sinn: beim nächsten Mal muß ich nicht nach den Dateien mit den jeweiligen Einstellungen suchen, da ich jetzt diesen Link kenne. Da wird die Funktion der einzelnen Dateien beschrieben, und soweit ich das jetzt beurteilen kann ist die Aktion von Erfolg gekrönt.

Nebenbei ist übrigens noch ein nettes Gimmick abgefallen: Durch den folgenden Code in der Datei .mozilla/firefox/<profil>/chrome/userContent.css wird auf Javascript-Links und auf Links die in einem neuen Fenster geöffnet werden der Mauszeiger anders dargestellt:

/* Change cursor for links that open in new window */
:link[target="_blank"], :visited[target="_blank"],
:link[target="_new"], :visited[target="_new"] {
   cursor: crosshair;
}
/* Change cursor for JavaScript links */
a[href^="javascript:"] {
   cursor: move;
}