Smart Message Language — Stromzähler auslesen

Die Augen des Stromzählers

Die Augen des Stromzählers

Gestern habe ich mich mal intensiv mit meinem Stromzähler auseinander gesetzt. Das ist ein ziemlich neumodisches Gerät, ein Iskra MT175. Dieses Modell verfügt über eine Infrarotschnittstelle (nach DIN EN 62056-21) mit der die Zählerstände ausgelesen werden, und das muss natürlich ausprobiert werden.

Zu dem Zweck habe ich mir eine Hardware gebastelt die die Daten auslesen kann. Dazu später mehr, in einem anderen Beitrag. Mein Zähler überträgt etwa alle zwei Sekunden einen Datensatz. Automatisch, ohne dass ich ihn darum bitten müsste. Wenn ich den auslese erhalte ich einen formschönen Haufen Hex-Code, ähnlich diesem:

Wie man unschwer erkennt habe ich private Daten anonymisiert. Lacht nicht! :-D

Nachdem ich da längere Zeit mit verbracht habe weiß ich mittlerweile ziemlich genau was da steht. Und damit andere einen besseren Einstieg finden schreibe ich das mal hier auf.

Die Sprache nennt sich Smart Message Language (SML). Es gibt auch Zähler die die Daten in anderen Formaten, oder direkt im ASCII-Format ausgeben. SML ist aber ein Standard, und wird von vielen Herstellern genutzt. Wie das funktioniert kann man zum Beispiel in der Technischen Richtlinie BSI TR-03109-1 beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik nachlesen. Wenn man das tut kann man den Datensatz da oben tatsächlich lesbar machen:

Die ersten vier Bytes sind einfach eine Markierung für den Anfang der Übertragung, in der zweiten Zeile steht dass wir Version 1 des Protokolls lesen.

Als nächstes müssen wir ein wichtiges Konzept verstehen. Das erste Byte der folgenden Nachricht lautet ’76‘. Man muss das als Nibbles sehen, und bei Hex-Zahlen bedeutet das Ziffer für Ziffer. Das erste Nibble ‚7‘ können wir auf Seite 42 (natürlich ;-) ) des oben verlinkten Dokumentes nachschlagen. Da steht eine Tabelle mit einer Zeile ‚X111LLLL‘. Jetzt matcht das binäre ‚X111‘ auf das erste Nibble, also haben wir es hier mit einer Liste zu tun. Das zweite Nibble gibt die Länge an, wir erwarten also eine Liste mit 6 Elementen.

Das erste Byte der folgenden Zeilen ist jeweils nach dem gleichen Schema aufgebaut. In der Regel steht das erste Nibble für den Datentypen, das zweite für die Länge — merkwürdigerweise bei einfachen Datentypen die Länge inclusive dieses Längen-Bytes. Datentyp 0 in Zeile 4 ist laut Seite 42 ein Octet String. Die 5 sagt dass dieser Teil einschliesslich der Längenangabe 5 Bytes umfasst, wir erwarten nach der Länge also noch vier Bytes. Auf Seite 17 des Dokumentes steht dass hier eine Transaktions-ID kommen muss.

Nachdem das Prinzip klar sein sollte werde ich nicht mehr alles haarklein entschlüsseln. Das heisst: ich habe schon. Aber an dieser Stelle überlasse ich das mal dem geneigten Leser. :-)

Man sieht durch die Einrückung ziemlich deutlich dass man sich den Datensatz gut als Liste von Listen vorstellen kann. Außen wird eine Liste mit sechs Elementen angekündigt (76), darin stehen ein Octet String (beginnt mit 0, Zeile 4), zwei Unsigned Integer (6, Zeilen 5 und 6), eine weitere Liste mit zwei Elementen (72, Zeile 7), ein weiterer Unsigned Integer (6, Zeile 16) mit der Prüfsumme und eine Markierung für das Ende der Nachricht (00, Zeile 17). Die Liste mit den zwei Elementen enthält wiederum einen Unsigned Integer (6, Zeile 8 ) und eine Liste mit sechs Elementen (76, Zeile 9). Die meisten dieser sechs Elemente sind Octet Strings die samt des Längen-Bytes eine Länge von 1 haben (01), also leere Strings. Ein String (Zeile 12) enthält eine File-ID, einer (Zeile 13) die Server-ID. Letztere kann man auch direkt auf dem Gerät lesen, die ist aufgedruckt. Beruhigend. :-)

Jetzt wird es ernst: eine weitere Liste mit sechs Elementen (76), die ersten Zeilen entsprechen dem Block oben:

Enthalten ist eine Liste mit zwei Elementen (72, Zeile 22). Der erste Octet String (Zeile 23) gibt den Typ der Nachricht an, es ist ein getListResponse. Der wiederum besteht auf sieben Elementen (77, Zeile 24). Interessant ist hier vielleicht das vierte Element (72, Zeile 28. An dieser Stelle soll die aktuelle Zeit stehen, und die kann auf verschiedene Weise angegeben werden. Erklärt ist das auf Seite 22 des BSI-Dokumentes, dementsprechend haben wir es hier durch die 01 in Zeile 29 mit einem secIndex zu tun. In Zeile 30 folgt dann der Wert. Die Zahl 0x018A4D15 entspricht in etwa der Zeit die das Gerät hier eingebaut ist, das wird also eine Art Betriebsstundenzähler sein.

Die Liste die in Zeile 31 startet ist das fünfte Element der Liste aus Zeile 24. Und hier kommt der wirklich spannende Teil: die Messdaten. Naja, und ein paar Meta-Daten. Erst das Kürzel des Herstellers Iskra (ASCII-Codes in Zeile 38), dann nochmal die bereits bekannte Server ID. Die nächsten drei Elemente enthalten die verbrauchte Energie (die Kilowattstunden), sowohl als Summe als auch aufgesplittet in zwei Tarife — wenn man denn zwei Tarife hat.

Hier kommen wir übrigens zu einem Teil den ich noch nicht verstanden habe: in Zeile 50 wird ein Status angegeben. Wenn mir jemand sagen kann was der bedeutet: immer her damit! 0x0182 ist dezimal 386, darauf kann ich mir keinen Reim machen.

Die Energiewerte muss man übrigens durch 10.000 teilen um auf die kWh zu kommen die am Gerät angezeigt werden.

In Zeile 78 steht die aktuelle Leistung, also wie viel Watt tatsächlich in diesem Moment verbraucht werden. In Zeile 86 folgt ein ‚public key‘. Der steht auch auf dem Gerät, ich nehme an der ist relevant wenn der Zähler wirklich ’nach Hause telefoniert‘. Die SML-Kommunikation funktioniert nämlich nicht nur über die Infrarot-Schnittstelle, sondern bei Bedarf auch über die Stromleitung. So kann der Anbieter Verbrauchswerte ablesen ohne dass dafür jemand zu Besuch kommen muss.

Die beiden Werte in Zeile 88 und 89 sind optional und vervollständigen so die Liste die in Zeile 24 begonnen wurde.

Oh, noch ein interessanter Punkt zu Zeile 86: das Nibble ‚8‘ ist eigenlich eine 0, also wieder ein Octet String. Da aber das Most Significant Bit gesetzt ist wird daraus eine 8, und das bedeutet dass die Länge der folgenden Daten nicht nur durch das zweite Nibble — die 3 — angegeben wird, sondern zusätzlich durch das folgende Byte. Nützlich, denn mit nur einem Nibble könnte man maximal 15 Bytes ankündigen (nachdem eines für die Länge draufgegangen ist). So kommen wir auf 0x32 == 50 Bytes. Ausreichend also für 48 Bytes Public Key und zwei Bytes Längenangabe.

Es folgen noch eine Prüfsumme und das förmliche Ende der zweiten Nachricht:

Die dritte Nachricht ist einfach nur da um das Ende der Übertragung anzukündigen.

Zu guter Letzt folgt in Zeile 102 nochmal die vom Anfang bekannte Escape-Sequenz, dann 1A um wirklich die Nachricht abzuschließen und nochmal drei Bytes für eine Prüfsumme.

Jetzt noch was in eigener Sache: viele Blogs schließen ihre Artikel grundsätzlich mit einer Frage an die Leser, um Kommentare zu fischen. Ich finde das penetrant, und mache das in der Regel nicht. Aber nach diesem furztrockenen (!) Artikel erlaube ich mir das ausnahmsweise mal: bitte ein Handzeichen von allen die bis hier durchgehalten haben! Muss kein Lob sein, ein Hallo Welt genügt. :-D

46 Kommentare

  1. War durchaus verständlich, wenn ich mir auch die Nibble mit Nippelnimaginiert habe, was den Grad an Aufmerksamkeit bis zum Schluss auf einem hohen Level hielt.
    Frage: was folgt aus all dem? Insbesondere der Kanal direkt über die Stromleitung hat mich beeindruckt. Kann das Teil darüber auch in irgendeiner Weise „geupdated“ werden?

    1. Soweit ich weiss kann darueber auch geupdated werden. Allerdings habe ich keine Ahnung inwieweit das tatsaechlich gemacht wird.

      Zur Zeit haben wir hier noch einen zweiten (aelteren) Zaehler haengen, deshalb war tatsaechlich kuerzlich noch eine Dame zum Ablesen da. Wo sie schon da war hat sie direkt beide Werte abgelesen, also auch vom neuen Zaehler. Keine Ahnung ob am anderen Ende die Infrastruktur vorhanden ist um das remote zu machen.

      1. Als misstrauischer alter IT-User aus Vorwebzeiten bin ich mir scher, dass die nötige Infrastruktur, wenn schon nicht aktuell so doch in Kürze vorhanden sein wird.
        Ich glaube nicht, dass ich „Black Out“ von Marc Elsberg noch extra empfehlen muss. ;-)

        1. Das Buch habe ich auch und es viel mir auich gleich in den Sinn, als ich den Brief von Westnetz über den Zählertausch erhalten habe. Soweit ich es verstanden habe, wird zur Fernsteuerung und -abfrage aber noch ein weiteres Gerät benötigt. Ich hoffe, dass einige findige Ingenieure den Zähler mal auseinandernehmen und prüfen, ob man ohne weitere Geräte _wirklich_ keinen Fernzugriff hat (sieh Blackout)!

  2. Ach, _das_ war also dieses „furztrocken“, von dem immer alle reden. Also ich fand das eigentlich ganz lustig (wenn’s nicht so traurig wäre, aber das ist ja schon das ganze Leben)!

    1. Auf jeden Fall ist die Schnittstelle prinzipiell bidirektional. Ob ich als Endkunde da auch was reinschreiben kann weiss ich nicht. Ich koennte mir vorstellen dass man da weitere Datensaetze abrufen kann. Der Zaehler kumuliert die Messwerte, ueber das Display kann ich auch abfragen wie hoch der Verbrauch in den letzten sieben Tagen war und sowas. Vielleicht kann man das anfordern.

      Der Schreib-Lesekopf den ich habe unterstuetzt das prinzipiell, der kann auch senden.

      Dass man Zaehlerstaende manipulieren kann will ich nicht hoffen. :-)

  3. Hallo Welt :) – danke für den ausführlichen Input. Ich werde mich die Tage „nun hochmotiviert“ an meinen pafal 20ec3gr ransetzen, das steht schon lange auf meiner Liste.

  4. Bin auch durch und fand es gar nicht trocken. Ohne die verlinkte PDF zu lesen – was hast du als Hardware verwendet und wirst du den uC-Code veröffentlichen?

    Viele Grüße und weiter so!

    1. Einen Arduino Nano und ein ENC28J60 Modul. Leider ist auf dem Nano verflucht wenig Platz, deshalb kann ich die Daten nicht wirklich vollstaendig parsen. Es reicht nicht mal dafuer die Pruefsumme zu berechnen. Daher bekomme ich noch einige falsche Werte. Sobald das gefixt ist wird veroeffentlicht.

  5. bis zum Ende durchgehalten, aber wie man sieht erst spät aus dem RSS Feeder gefischt :)
    Meines Wissens bedarf es noch eines „Smart Meter Gateways“ damit dieses Gerät über die Stromleitung zum Anbieter „online“ ist.

  6. Vielen Dank für die Infos!
    Ich habe heute endlich die ersten Pakete meines Zählers aufzeichnen können und war froh, diese Beschreibung gefunden zu haben. Und die Werte stimmen auch noch! Als Hardware tut es z.Zt. ein Arduino mit nem Phototransistor und ein Widerstand ;)

    1. Freut mich, dass der Artikel tatsaechlich auf Interesse stoesst. Und was mich noch mehr freut ist, dass er Leute beim Basteln unterstuetzt. So war der Plan. :-)

    2. Hallo Ronald, Hallo Michael,
      ich habe seit gestern so einen Zähler im Haus und – es juckt in den Fingern:-)
      Der Plan ist die Daten mit einem Arduino abzugreifen und per Modbus an die Haussteuerung zu schicken.
      Habt ihr da ggf. schon was fertiges für den Arduino? – zumindest was die Datenerfassung angeht?
      Grüße
      Edgar

  7. Hi,

    Thank you VERY MUCH for the detailed explanation of the SML protocol! The original document was quite cumbersome to read for me and did not easily explain the message structure (although after your explanation, you can actually understand it) – also the examples on the site http://wiki.volkszaehler.org/software/sml only help in partial.

    For someone else stumbling across this site: It may help you to know all the different OBIS codes being used (for example, that 01 00 01 08 00 FF should mean „Gesamtverbrauch“). For this, please check out the site: https://www.dlms.com/documentation/listofstandardobiscodesandmaintenanceproces/index.html . At the bottom, there is an Excel file (Object_defs_v3.0_170127) containing all possible OBIS codes being used.

    –> I couldn’t find out either what the status is by the way, but it might just be a system-specific status code (for which you would need the specification of the manufacturer).

  8. Habe vorgestern den neuen Stromzähler bekommen und bin jetzt auf der Suche nach Informationen dazu, wie ich an die Infos komme. Dein Artikel ist sehr umfangreich. Vielen Dank dafür. Ich hoffe, dass die Daten bei mir auch so raus kommen. Habe mir bei Volkszaehler.org schon den Lesekopf bestellt. RaspberryPi habe ich schon zwei. Werde davon also gleich mal einen benutzen, um alles zu testen.
    Vielen Dank für deine Arbeit und die Veröffentlichung.

  9. Hallo Ronald.
    zur Zeile 50. Ich kann mir gut vorstellen das darin der Status übertragen wird ob der Zähler im Eintarif oder Doppeltarifmodus läuft.

    Grüße Konrad

  10. Hallo Ronald,
    zur Zeile 50 hätte ich eine Info. :idea:
    65 00 00 01 82
    | | |
    | | Status des Zählers (Bitweise) (Bit 8 = Anlaufschwelle überschritten=Zähler misst)
    | Bezug Tarif 1 (0x01) oder 2 (0x02)aktiv.
    Lieferung Tarif 1 (0x01) oder 2 (0x02)aktiv. (Du hast keine Einspeisezählwerke)

    Mein Zähler zeigt an dieser Stelle ohne Last.
    64 00 01 00 (Tarif 1)
    bzw
    64 00 02 00 (Tarif 2)

    Top Erklärung über das SML-Transportprotokoll!

  11. Hallo Roland,
    bei mir wurde neulich der ‚alte‘ Landys+Gyr ZMD 120 durch einen Iskra MT176 ersetzt.
    Leider gibt der MT176 nur Daten mit einer Auflösung von 1 kWh aus; der ZMD hatte eine Auflösung von 0,1 kWh.
    Ich habe eine SW-Erweiterung im Sun-Watch, um auch den Eigenverbrauch meiner PV-Anlage im Sun-Watch anzuzeigen. Bei der Ausgabe in 1 kWh-Schritten wir daraus leider keine Kutve, sondern ein „Nadelkissen“.
    Kennst Du oder ein Anderer eine Möglichkeit, dem Zähler eine Ausgabe in z.B. 1 Wh-Schritten (3 Stellen nach dem Komma) zu ermöglichen? Ich möchte nicht zu früh die hiesigen Stadtwerke um Rat fragen; die sind sehr ‚konservativ‘.
    Ich lese auch mit dem Lesekopf von Volkszaehler.org über USB aus.

    1. Hi Vowie, wahrscheinlich musst du den Kunden PIN eingeben. Dann hast du auf dem Zähler die erweiterte Anzeige. Erst dann überträgt er im SML Protokoll auch die Kommastelle. So war es bei meinem Zähler auch. (Easy Meter Typ Q3MA)
      Frag bei deinem Messstellenbetreiber nach. (i.d.R dein Stadtwerk) Die geben dir den PIN. Lass dich am besten mit der Zählerabteilung verbinden :-P .
      Grüße Konrad

  12. Hallo Roland,
    jetzt habe ich von den Stadtwerken endlich die PINs für meine 3 Zähler bekommen! Beim MT175 (2-Richtungszähler für meine PV-Anlage) ging das PIN-Eingeben problemlos, da er eine „richtige“ Taste hat. Nach Eingabe zeigt er jetzt die Nachkommastellen an und ich kann auch die „erweiterte Anzeige“ nutzen.
    Bei der optischen Auslesung sind jetzt auch 3 Nachkommastellen vorhanden. Genau das, was ich wollte!
    Nun habe ich noch 2 weitere Zähler (PV-Erzeugung und Nachtstrom-Heizung) und möchte dort auch die erweiterte Anzeige nutzen; aber — diese beiden MT176 haben keine Taste!
    Laut Bedienungsanleitung soll man mit einer Taschenlampe bzw. LED-Lampe durch „Blinken“ auf den Lesekopf-Platz auch die Tastendrücke simulieren können. Leider habe ich das noch nicht hin bekommen!
    Hat Jemand das schon mal gemacht und kann mir einen Tipp geben???
    Vielleicht geht es ja auch über einen Lesekopf, wenn man weiß, wie das Kommando heißt.
    Gruß
    vowie

    1. Ja, wir haben das bei zwei MT176 der Bonner Stadtwerke gemacht, aber die Dinger sind zickig. Ausserdem haben wir (natuerlich) unsere Smartphones als Taschenlampe genommen – mit lustigem Effekt:
      Beim Smartphone X eines Freundes ging naemlich gar nichts – anscheinend sind die LEDs da so schoen IR-gefiltert, dass der MT176 sich auf der IR-Empfangsseite nicht angesprochen fuehlte.
      Mit meinem Nokia 6 ging es dann – allerdings musste man SEHR nah rangehen. Ich vermute ohne Beweis, dass es mit einer Taschenlampe mit Gluehbirne am Besten funktioniert.
      Die Anleitung findest Du zum Beispiel hier:
      http://lackmann.de/fileadmin/downloads/produktblaetter/MT176_Kurzanleitung_V2.00.pdf
      Allerdings klappt die Erkennung der OBIS Eintraege irgendwie noch nicht. Ich baue gerade einen zweiten RasPi zum HEX-Basteln am Protokoll um. Kann eigentlich nur ein Detail sein – es kommen alle 5 Sekunden zwei String-Objekte, die in der Doku zu OBIS nicht auftauchen.

      Gruss Stephan

      1. Hallo Stephan,

        danke für den Hinweis; da hätte ich eigentlich selbst drauf kommen können (müssen!!!).
        Sowohl mir einer Glühfadenlampe als auch mit einer IR-LED konnte ich die PIN problemlos eintragen und es erschien die momentane Leistung in der 2. Zeile des Zählers; die erste (obere ) blieb aber leer! Auch die weiteren Angaben konnte ich durch Anblinken aufrufen.
        Leider gibt es bei meinen MT176… kein 11. Mal, um die PIN dauerhaft gespeichert zu bekommen.
        Ich versuchte dann, nach dem 10. Mal (Anzeige Pin on) die Lampe mehr als 5 sek. anzulassen und danach brauchte ich die PIN nicht mehr einzugeben.
        Leider wechselt nach ca. 2 Minuten die Anzeige wieder in den „Normalzustand“ –> d.h. in der ersten Zeile steht der Zählerstand und die 2. Zeile ist leer. Durch 2 x Anblinken habe ich dann (ohne PIN-Eingabe) wieder die 1. Zeile leer und in der 2. die momentane Leistung.
        Schön wäre es, wenn wie bei meinem MT175… in der oberen Zeile der Zählerstand und in der 2. Zeile dauerhaft die momentane Leistung angezeigt würde!
        Vielleicht hat Jemand einen Tipp für mich?

        Gruß vowie.

  13. Hallo Ronald,
    prima Artikel! Danke dafür. Ein Fehler ist mir noch aufgefallen: Nach dem ersten 0x83 Tag steht im obersten Fenster nicht 02 sondern XX. Wenn man das ändert, funktioniert alles.
    Walter

  14. Hi – guter Artikel.
    ich währe sehr an Arduino-Code interessiert – da ich nach Zählertausch jetzt auch einen MT175 habe.
    Mein altes IR-Kopf-zu-KNX interface muss neu Programmiert werden…
    Wie steuerst du den Zähler an? 9600 Baud, 8N1?
    Gruß
    Thorsten

  15. Hi,
    Wirklich sehr ausführlich beschrieben, hat mir sehr weiter geholfen.
    Leider ist es mir nicht möglich für meinen Iskra MT 175 den CRC zu berechnen. Es kommt immer etwas anderes raus als der Zähler sendet. Obwohl die empfangenen Daten zumindest soweit ich das beurteilen kann I.O sind.

    1. Ich fuerchte dass ich Dir da nicht helfen kann. Ich mache auch nur einen Plausibilitaetscheck, mit Pruefsummenberechnung waere das wohl zu gross fuer den Controller geworden.

  16. Hallo,
    nachdem ich den PIN am Zähler eingegeben habe kommen dort auch schöne Werte.
    Allerdings kommt per SML nur ein „very basic“ Satz an Daten :-(
    Ich kann deine Auswertung genau bis zu Zeile 30 Nachvollziehen – ab 31 nicht mehr.
    Ich kriege NICHT die liste mit 7 weiteren Elementen die die ORBIS Daten enthält

    28— 72 — actSensorTime / optional
    29— 00:7A — choice: secIndex
    30— 81:03:01:4B:01 — secIndex (uptime)

    Der rest meines Datensatzes geht so weiter:
    09:01:01:04:77:00:FF:01:12:00:43:07:08:01:59:00:01:01:FF:52:00:00:07:07:01:55:00:00:01:52:00:07:07:62:55:00:00:FF:62:55:00:81:FF:01:3C:5E:17:CA:40:D1:3D:B6:C9:F1:6F:5F:01:2C:00:62:72:71:00:1B:F8:
    Eine ORBIS 01:08:00 o.ä. gibt es nicht… auch ein Ende der Übertragung finde ich nicht :-(
    Irgendeine Idee – muss ich noch irgendwas machen damit der MT175 gesprächig per SML wird?

    Gruß
    Thorsten

  17. Hallo Ronald,
    super Artikel. Tolle Leistung, dieses BSI-Mammutdokument wirklich so zu interpretieren, wie es dir gelungen ist.
    Ich habe seit kurzem ein Smartmeter DWS7412.2 der Fa. DZG von EWE eingebaut bekommen.
    Natürlich auch mit optischer Schnittstelle…..
    Habe sofort mit einem Bastelsensor (Fotodiode und Transistor zur Impedanzwandlung) und einem Arduino Uno die Auslesung der D0-Schnittstelle begonnen.
    Habe jetzt das komplette HEX-Telegramm vorliegen, welches vom Zähler im Sekundentakt abgegeben wird.
    Nun bin ich dank deines Artikels in der Lage, etwas mehr zu entschlüsseln, aber das braucht Zeit…
    Wenn ich weiter gekommen bin, melde ich mich wieder.
    Übrigens: die käuflichen Interface für D0 sind alle viel zu teuer, eine IR- Fotodiode, 2 Widerstände und ein Transistor reichen völlig aus, um ein RS232-kompatibles TTL-Signal zu generieren. Wenn es interessiert, kann ich gerne die Schaltung beisteuern.
    Grüße
    Rainer

  18. Hallo Ronald, bin inzwischen ein ganzes Stück weiter.
    Habe nun einen ESP8266 (Wemos D1 mini) zusammen mit meinem Bastelsensor am Smartmeter installiert und sende das HEX-Telegramm per UDP-Protokoll an meinen PC oder an einen Arduino mit ETH-Shield und kann damit nun die Auswertung machen. Diese Lösung ist sehr bequem, da ich so von meinem Schreibtisch aus den Arduino-Sketch zur Auswertung weiterentwickeln kann.
    Der DWS7412 sendet alle Sekunde ein HEX-Telegramm von 252 Byte, die Listen enthalten Obis 1.08 (Wirkarbeit total), 2.08(eingespeiste Wirkarbeit total, bei mir 0) und 16.07(momentane Leistung).
    Ich habe das Telegramm nach deiner Anleitung einmal komplett aufgelöst und hole mir jetzt einfach über die Position im Telegramm die Werte heraus und forme sie entsprechend um(HEX-Byte in Integer_long bzw. unsigned_integer_long.
    Danke nochmal für deine Anleitung, das hat mir sehr geholfen.
    Rainer

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