Ich habe vor einer Weile schon mal irgendwo was zu Bill Gates‘ Standpunkt zum Thema Softwarepatente gelesen. Nein, nicht zu seinem aktuellen Standpunkt, der ist bekannt. In einem Memo hat er 1991 aber überzeugend dargelegt wie Softwarepatente funktionieren:

If people had understood how patents would be granted when most of today’s ideas were invented, and had taken out patents, the industry would be at a complete standstill today. I feel certain that some large company will patent some obvious thing related to interface, object orientation, algorithm, application extension or other crucial technique. If we assume this company has no need of any of our patents then they have a 17-year right to take as much of our profits as they want. The solution to this is patent exchanges with large companies and patenting as much as we can.

Die Patentgeschichte von Microsoft ist in einem Artikel bei ars technica ganz informativ zusammengefasst. Interessante Details:

A patent search reveals that Microsoft received its first patent in 1986. And that patent was not even related to software: it covered a „Holder for storing and supporting articles.“

Das erste Patent wurde also für ein Zwischending aus Aktentasche und Bücherstütze erteilt. Einer der sieben Erfinder die dafür benötigt wurden war übrigens ein gewisser Steve A. Ballmer… :-)

Microsoft’s first software patent was granted in 1988, and the company held only three software patents by its 15th anniversary in 1990.
[…]
However, beginning in the mid-1990s, Microsoft steadily ramped up its patent filings. Microsoft received its hundredth patent in 1995 and its thousandth patent in 1999. Today, Microsoft has a war chest of over 6,000 patents and is on track to have ten thousand by the end of the decade.

Noch ein kleiner Nachtrag bezüglich der britischen Tastatur meines Thinkpads: Ich glaube, dass ich die zu viel benutze. Das Wort ‚Zeitsouverän‘ fand ich so klasse dass ich es nicht auf dem Weg nach Hause vergessen wollte. Der Verkehr ließ es zu, dass ich es im Auto notieren konnte. Es war an einer Ampel, ich habe der Schreiberei kaum Aufmerksamkeit gewidmet. Aber was stand auf dem Zettel als ich ihn zu Hause entsorgt habe?

Zeitsouveraen!

Heute in einem Podcast gehört. Es ging darum, dass ich einen runtergeladenen Podcast orts- und zeitsouverän bin. Oder bin ich Orts- und Zeitsouverän?

Was mich beim Schreiben wirklich erstaunt hat: Die deutschsprachige Rechtschreibprüfung des Firefox — die ich fleißig nutze um umlautloses Geschreibe meiner britischen Tastatur in Hochdeutsch umzuwandeln — kennt das Wort Zeitsouveränität. Ist das wirklich so gängig? Ich würde mich sicher daran erinnern wenn ich das schon mal gehört hätte…

ItWie oft habe ich schon in Webformularen meine Texte mit :wq beendet? Unzählige Male. Damit ist jetzt Schluss: Mit It’s All Text steht jetzt eine kleine Extension für den Firefox bereit, mit der jedes Textfeld (Textarea) unten rechts einen kleinen Edit-Button bekommt.

Beim ersten Klick findet die Extension wahrscheinlich den vorkonfigurierten Editor nicht, dann öffnet sich erstmal der Dialog mit den Einstellungen. Unter Linux legt man sich am besten ein kleines Shellskript folgenden Inhalts (oder gibt es noch andere Editoren? ;-) ) an:

#!/bin/sh
/usr/bin/xterm -e /usr/bin/vim „$1“

Das macht man ausführbar und trägt es hier ein, bei der Arbeit hilft mir unter Windows direkt ein ‚C:\cygwin\bin\vim.exe‘ (natürlich ist da ein CygWin installiert — gegen Heimweh…).

Nach der Einstellung öffnet sich direkt auf Klick der gewünschte Editor mit dem bisherigen Inhalt des Dokumentes. Alle paar Sekunden pollt die Extension die temporäre Datei, wenn man also im Editor speichert wird nach wenigen Sekunden die Textarea mit dem neuen Inhalt aktualisiert (unter nerviger Optischer Rückmeldung…).

Genial! Jetzt kann ich mir doch überlegen, statt mit Mutt doch wieder mit dem Eichhörnchen meine Mails zu lesen… obwohl… nein, eher nicht. :-)

Ach ja, weitere Extensions finden sich immer noch auf der Schatenseite — seit gerade eben auch diese.