Aus der Reihe ‚mein schönstes FerienWochenenderlebnis’…
OK, es läuft einem selbst hier nicht jeden Tag ein kleiner Igel über den Weg. Es brennt einem aber auch nicht jeden Tag fast die Hütte weg. Ersteres war ganz nett, bei zweiterem wäre es mir lieb wenn sowas nie wieder passiert. Aber vorne angefangen…
Angefangen hat der Tag zwar hier auf dem Land, seinen Lauf genommen hat er aber in Oberhausen, im Sea-Life. Wirklich nett, einem großen Rochen direkt in die Augen sehen zu können — ohne Glasscheibe dazwischen, und der Herr Rochen war so nett den Kopf aus dem Wasser zu halten. Oder die Möglichkeit, einen Seestern oder einen Seeigel berühren zu können. Vorsichtig und unter Aufsicht natürlich. Aber später mehr zu Igeln, das Sea-Life ist hier ja eh Off-Topic.
BrandstelleWieder zu Hause angekommen ging es dann ans Landleben: ausgiebig Blumen gießen. Bis wir einen lauten Knall gehört haben. Ich hatte mich schon darauf vorbereitet, wieder mal einem Jäger das Leben zu erschweren. Das übliche, wenn die so nah an unserem Hof rumballern halt. Es kam aber unerwartet und vor allem deutlich unangenehmer: Ein Bereich von etwa drei Quadratmetern im Busch direkt hinter unserem Haus stand in Flammen. Und zwar nicht nur etwas glimmend, sondern lichterloh. Was da gebrannt hat war ein großer Haufen Reisig der da schon seit Ewigkeiten vor sich hin gammelt, und nachdem es hier seit vier Wochen nicht mehr geregnet hat waren die Flammen schon an die zwei Meter hoch als wir das Feuer bemerkt haben. In so einer Situation freue ich mich dann doch, prollig ein Handy in der Tasche zu haben. Während wir den Schlauch schnell ums Haus gezogen haben habe ich die Feuerwehr gerufen. Sicher nicht übertrieben, wenn man bedenkt dass der Boden unter dem Feuer ziemlich torfig ist. Als nach zwanzig Minuten (ja, hier auf dem Land wundere ich mich echt, wie die das so schnell schaffen) zwei Löschwagen und ein Polizeiauto da waren hatten wir das Feuer zwar schon fast unter Kontrolle, die Profis haben aber doch nochmal ausgiebig den Schlauch drauf gehalten. Sicher besser so. Erklären, woher das Feuer kam konnte leider niemand. :-(
An dieser Stelle nochmal einen großen Dank an die freiwillige Feuerwehr Coesfeld!
IgelSpäter hat uns aber einer der netteren Momente des Landlebens wieder aufgeheitert: ein kleiner Igel (diesmal die trockene — ‚emerse‘ — Variante). Offensichtlich ein junges Tier, und erstaunlich zutraulich. Die Katzen haben den zwar auch entdeckt, haben aber neben Neugierde auch ordentlichen Respekt gezeigt. Der Igel dagegen hat bereitwillig mit einem Löwenzahn posiert, so dass ich ein kitschiges Postkartenmotiv fotografieren konnte. Ich habe den nicht so hingesetzt, anfassen soll man die nicht. Ich weiß nicht ob der in der Größe schon ‚flügge‘ ist, oder ob er noch auf andere angewiesen ist, und wenn er nach uns riechen würde wäre er da sicher in Erklärungsnot gekommen… :-)

IT-FitnessAus Spaß habe ich gerade mal den IT-Fitness Test absolviert, mit dem Microsoft die Kundenbindung testet man testen kann wie fit man in der Anwendung von Computern ist.
Ich wundere mich ernsthaft über mein Abschneiden: schätzungsweise 10% der Fragen beziehen sich auf allgemein verwertbares Wissen über Computer und Software, den Rest habe ich in überwiegend geraten. Vielleicht ist das ein gutes Zeichen für die intuitive Bedienbarkeit von MS-Produkten (die ich teilweise seit Jahren nicht mehr benutzt habe). Auf jeden Fall ist das ein Armutszeugnis für den Test, und die Leute aus Politik und Wirtschaft die sich vor diesen Kommerz-Karren spannen lassen… :-(

Ob ich meine Seite dahin umziehe weiß ich noch nicht, aber schaten.net zu haben ist schon cool. Naja, für mich zumindest. ;-)
Keine Ahnung wie ich darauf gekommen bin mal nachzusehen ob die frei ist, aber es sieht so aus als ob sie am 06. Januar abgemeldet wurde.
Bei der Suche nach der Historie bin ich auf registeredon.com und deactivatedon.com gestoßen, Seiten auf denen man sehen kann was wann neu registriert oder abgemeldet wurde. Leider nur für generische Top-Level-Domains, nicht für Länderdomains wie ‚.de‘. Gibt es da auch was?

Ich habe vor einer Weile schon mal irgendwo was zu Bill Gates‘ Standpunkt zum Thema Softwarepatente gelesen. Nein, nicht zu seinem aktuellen Standpunkt, der ist bekannt. In einem Memo hat er 1991 aber überzeugend dargelegt wie Softwarepatente funktionieren:

If people had understood how patents would be granted when most of today’s ideas were invented, and had taken out patents, the industry would be at a complete standstill today. I feel certain that some large company will patent some obvious thing related to interface, object orientation, algorithm, application extension or other crucial technique. If we assume this company has no need of any of our patents then they have a 17-year right to take as much of our profits as they want. The solution to this is patent exchanges with large companies and patenting as much as we can.

Die Patentgeschichte von Microsoft ist in einem Artikel bei ars technica ganz informativ zusammengefasst. Interessante Details:

A patent search reveals that Microsoft received its first patent in 1986. And that patent was not even related to software: it covered a „Holder for storing and supporting articles.“

Das erste Patent wurde also für ein Zwischending aus Aktentasche und Bücherstütze erteilt. Einer der sieben Erfinder die dafür benötigt wurden war übrigens ein gewisser Steve A. Ballmer… :-)

Microsoft’s first software patent was granted in 1988, and the company held only three software patents by its 15th anniversary in 1990.
[…]
However, beginning in the mid-1990s, Microsoft steadily ramped up its patent filings. Microsoft received its hundredth patent in 1995 and its thousandth patent in 1999. Today, Microsoft has a war chest of over 6,000 patents and is on track to have ten thousand by the end of the decade.