Meines Wissens kein richtiges Wort, aber schön griffig der Begriff trotzdem. Heise benutzt den in einem Testbericht zum neuen Google-Telefon:

Dass das Nexus 5 stärker motorisiert ist als der Vorgänger […], fällt zumindest beim Starten von Apps sofort auf. Der Schwuppdizitäts-Gewinn ist aber bei weitem nicht so riesig wie beim Wechsel vom Nexus S aufs Galaxy Nexus vor zwei Jahren.

Sollte in den Duden übernommen werden, oder? :-)

Ich weiß nicht mehr wo ich dieses Wort aufgeschnappt habe, ich glaube es war irgendwo im Radio oder in einem Podcast. Wenn man per Google danach sucht landet man im deutschsprachigen Netz auf einer ganzen Reihe von Seiten der Transition Town Bewegung — von der ich nicht weiß was ich davon halten darf.

Man versteht unter Reskilling das Wiedererlernen alter Fähigkeiten (Skills).

Landläufig kennt man das wohl unter Formulierungen wie ‚was Oma noch wusste‘. In erster Linie sind damit wohl Fähigkeiten im Rahmen des Haushalts gemeint, also Pflanzen, Backen, Kochen, Stricken, Stopfen und so weiter. Auch Fahrradreparatur, Bienenzucht oder Kräuterkunde findet man unter dem Begriff.

Mir gefällt das. Also nicht nur das Wort. Es fasziniert mich wenn Leute was können, und — und das ist eigentlich noch wichtiger — wenn Leute was machen. Im Sinne von: was herstellen. Und da ist es egal ob genäht, getöpfert oder geschmiedet wird, oder ob auf der anderen Seite geätzt, gelötet oder programmiert wird.

Die Tagesschau meldet, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern das sogenannte „Rinderkennzeichnungs- und Rindfleischetikettierungsüberwachungsaufgabenübertragungsgesetz“ — kurz RkReÜAÜG — abgeschafft hat. Nicht nur ein sperriges Gesetz: damit ist das ‚längste authentische Wort im deutschen Sprachgebrauch‘ Geschichte. Schade drum? :-)

Man kennt diese Objekte aus vielen Filmen, der Begriff war mir aber neu:

MacGuffin ist der von Alfred Hitchcock geprägte Begriff für mehr oder weniger beliebige Objekte oder Personen, die in einem Film meist dazu dienen, die Handlung auszulösen oder voranzutreiben, ohne selbst von besonderem Interesse zu sein. Vor allem in Kriminalfilmen und Thrillern ist der MacGuffin neben dem klassischen Whodunit ein verbreitetes Mittel, um Spannung über die gesamte Filmhandlung hinweg aufrechtzuerhalten.

Beispiele sind der leuchtende Koffer in Pulp Fiction, der Teppich (der den Raum erst richtig gemütlich gemacht hat) in The Big Lebowski oder die Transitvisa in Casablanca.

Nicht zu verwechseln ist der MacGuffin übrigens mit einem roten Hering — der dient nur zur Ablenkung vom Wesentlichen.

Aus verschiedenen Programmiersprachen kennt man die Notation von Hash-Arrays mittels ‚=>‘. Bislang habe ich das immer als eine Art Zeiger verstanden. Also bildlich.

Ich beschäftige mich gerade mit Puppet. Das ist zwar keine Programmiersprache, die Konfiguration sieht aber trotzdem so aus:

file {'/tmp/test1':
ensure => present,
content => "Hi.",
}

Das — übrigens sehr schön geschriebene — Learning Puppet hat mir gerade beigebracht dass man dieses ‚=>‘ als Hash Rocket bezeichnet. War mir auch neu. :-)

Die Art von Film ist mir schon öfter aufgefallen. Dass es dafür einen Namen gibt war mir nicht bekannt.

Der Begriff Mockbuster (Verkürzung von mock-up-Blockbuster), Knockbuster (Verkürzung von knock-off-Blockbuster) oder auch Rip-Offs bezeichnet Filme, die Trittbrettfahrer eines meist zur gleichen Zeit erscheinenden Blockbusters darstellen. Während bei einem Mockbuster-Film eher der billige Abklatsch des Originals in Titel und Handlung im Vordergrund steht, versucht ein Knockbuster nur eine möglichst billige oder auch trashige Kopie zu sein.

Drüber gestolpert bin ich, weil ich irgendwie auf dem Artikel zu Titanic 2 — die Rückkehr gelandet bin. Gruselig…

Das Wort Rubber-hose cryptanalysis habe ich in Chaosradio 186 aufgeschnappt, es ging um elektronische Schließsysteme:

Rubber-hose cryptanalysis (übersetzt Gummischlauch-Kryptoanalyse) ist ein Euphemismus, mit dem die Verwendung von Folter mit der Absicht, eine Person zur Herausgabe eines Kennworts oder Entschlüsselungsschlüssels zu bringen, bezeichnet wird. Obwohl sich der Ausdruck selbst ursprünglich von einer Foltermethode ableitet, bei der jemandem mit einem Gummischlauch wiederholt auf die Fußsohlen geschlagen wird, steht er hier stellvertretend für alle Arten möglicher Foltermethoden.

Heute gelernt: Bikeshedding ist ein anderes Wort für Parkinson’s Law of Triviality. Es bezeichnet die Tatsache, dass (besonders in größeren Runden) unverhältnismäßig viel Zeit mit der Lösung trivialer Probleme verbracht wird.

Der Begriff ‚Bikeshedding‘ kommt in dem Zusammenhang von dem Musterbeispiel: plant man ein Kernkraftwerk gibt es nur wenige die sich trauen zu einem derart komplexen Thema etwas beizusteuern. Plant man aber einen simplen Fahrradschuppen (Bikeshed) bringt sich jeder ein, da jeder sich etwas darunter vorstellen kann und somit jeder seine persönliche Meinung vertreten will.

Das meint der Volksmund wohl wenn er sagt ‚zu viele Köche verderben den Brei‘.

Ist es eine Abkürzung oder ein Begriff? Wie auch immer: gerade las ich „tl;dr“ in einem — auch ansonsten ganz interessanten ;-)Heise-Artikel, in Bezug auf die Informationspolitik bei Microsoft:

Die Texte im eigens dazu geschaffenen Blog sind dermaßen lang, dass sie kaum jemand freiwillig bis zum Ende lesen dürfte („tl;dr“). Sie enthalten relativ wenige Neuigkeiten, die künstlich aufgeblasen werden, um durch schiere Textmenge den Eindruck umfassender Information zu erwecken.

Dabei steht „tl;dr“ für „too long, didn’t read„. Vielleicht sollte man das viel öfter auf irgendwelches Zeug antworten das einem so tagtäglich um die Ohren gehauen auf die Augen gedrückt wird…