Skeuomorphismus

Gerade las ich etwas über skeuomorphe Simulation von Brettspielen — verstand es aber erst nachdem ich in der Wikipedia nachgeschlagen hatte:

Skeuomorphismus (aus dem Altgriechischen σκεῦος Behälter, Werkzeug und μορφή Gestalt) ist eine Stilrichtung hauptsächlich im Design, bei der Objekte in ihrer Gestaltung ein anderes Material oder eine Form eines älteren, vertrauten Gegenstandes nachahmen, ohne dass diese durch ihre Funktion begründet ist.

Lässt sich wohl am Besten mit ‚Imitation‘ übersetzen. In Bezug auf Gegenstände etwa das ‚Holz‘ am Atari 2600, in der oben genannten Simulation wird nicht nur die Spielsituation an sich dargestellt, da sollen sich auch Spielfiguren möglichst realistisch verhalten. Software ist dann Skeuomorph wenn die Benutzeroberfläche versucht, real existierende Gegenstände nachzubilden.

3 Kommentare

  1. Ha! Ich hab einen skeuomorphen eleketrischen Einspritzer an meiner Bonnie! :-D

    Danke für diesen herrlichen Fachausdruck. Bislang habe ich immer sagen müssen, der ist als „Vergaser getarnt“, was mir keiner so recht glauben wollte. ;-)

  2. Der Terminus ging schonmal um, als sich die Chefdesigner von Apple in den Haaren lagen. Da war doch das Leder-Imitat in der Kalender-App und das Buchregal mit Holzimitat im Hintergrund etc.

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