Interessante Zahlen?

Zahlen von 0 bis 100Mir ist Gestern Abend in einer Kurzgeschichte wieder die Zahl 42 über den Weg gelaufen. Kenner wissen natürlich, daß es sich dabei um die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest handelt. In dieser speziellen Geschichte war die Zahl aber beliebig austauschbar. Trotzdem fällt die 42 natürlich ins Auge.

Das gleiche passiert auch bei jedem Vorkommen der Zahl 23, die wie allgemein bekannt sein dürfte die Zahl der Illuminaten ist. Natürlich gibt es eine ganze Reihe weiterer Zahlen, die auffallen: sieben Zwerge, Unglückszahl 13 oder die ‚böse‘ 666. Die ‚Numerologie‚ sieht auch in vielen anderen Zahlen eine tiefere Bedeutung.

Es gibt sogar einen Beweis, daß im Prinzip alle Zahlen interessant sind:

Behauptung: Alle natürlichen Zahlen sind interessant.
Beweis: Annahme, es gibt mindestens eine natürliche Zahl, die nicht interessant ist. Dann gibt es auch eine kleinste natürliche Zahl, die nicht interessant ist. Aber eine solche Zahl wäre interessant. Widerspruch. Also sind alle natürlichen Zahlen interessant. q.e.d.

Kurz vorm Einschlafen hatte ich dann noch eine alberne Idee, die ich gerade eben dann auch umgesetzt habe: Die Suchmaschine Google dürfte Zugriff auf eine der umfangreichsten Textsammlungen weltweit haben. Man könnte vielleicht Google benutzen um rauszufinden welche Zahlen denn jetzt tatsächlich interessant sind, bzw. ob die oben genannten ‚interessanten Zahlen‘ wirklich häufiger auftauchen als andere.

Zahlen von 650 bis 680Um das zu ergründen habe ich folgendes Skript gebastelt, das in Google nach den Zahlen sucht und die Anzahl der Fundstellen mittels GnuPlot visualisiert. Die Ergebnisse sieht man nebenan.

#!/bin/sh

VON=0
BIS=100
max=0

for x in seq $VON $BIS; do
  y=wget -qO - -U mozilla http://www.google.de/search?q=$x | \
     sed -ne "s/.*ungefähr <b>\([0-9.]*\)<\/b> für.*/\1/p" | sed -e "s/\.//g"

  [ $y -gt $max ] && max=$y
  echo $x $y
done > google.dat

gnuplot << EOF
set terminal png
set output "google.png"
set title "$VON - $BIS bei Google"
set xrange [ expr $VON - 1.0 : expr $BIS + 1.0 ]
set yrange [ 0 : ]
set mxtics 2
plot "google.dat" title 'Fundstellen' with boxes
EOF

rm google.dat

An den Ergebnissen kann man — was nicht weiter verwunderlich ist — daß die Eins die mit Abstand am stärksten vertretene Zahl ist. Weiterhin stechen alle Vielfachen von Zehn aus der Menge. Erstaunlich ist, daß die ‚Unglückszahl‘ 13 deutlich nach unten ausbricht. Und was mich persönlich erstaunt ist, daß die eingangs erwähnten Zahlen 42 und 23 nicht wirklich aus der Menge herausstechen.

Einen zweiten Test habe ich im Bereich um die 666 gemacht. Die ‚böse‘ Zahl kommt tatsächlich häufiger vor als ihre Nachbarn, besonders wenn man berücksichtigt daß sie keine ‚glatte‘ Zahl wie 660 oder 670 ist. Wirklich erstaunlich ist aber auch dieses Ergebnis nicht.

Alles in allem: Das Skript zu schreiben hat Spaß gemacht, daß ich damit keine Verschwörungen aufgedeckt habe verwundert mich nicht weiter. Obwohl, vielleicht steckt ja Google hinter allem… ;-)

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