Ich habe dem Blog eine neue Kategorie verpasst: unter Tool-Time möchte ich in Zukunft Teile meines Werkzeugkastens vorstellen. Damit meine ich nicht unbedingt physisches Werkzeug — Hammer, Schraubenschlüssel & Co. — sondern insbesondere Software.

Vor einiger Zeit habe ich den Arbeitgeber gewechselt. Auf meinem letzten Arbeitsplatzrechner hatte ich — genau wie zu Hause — Arch Linux. Leider konnte ich den aber bei meinem letzten Kunden nicht benutzen, da ich da mit dem Kundenrechner arbeiten musste. Den Kunden bin ich jetzt genau wie den Arbeitgeber los, auch das alte Notebook habe ich nicht mehr.

Von Arch bin ich zwar immer noch sehr angetan, um bei meinem neuen Arbeitgeber aber schnell ‚an die Schüppe‘ zu kommen habe ich das von Dell vorinstallierte Ubuntu auf dem Notebook gelassen.

Da bin ich dann erstmal mit den Standardwerkzeugen gefahren. Klar habe ich ein paar (für mich) unverzichtbare Werkzeuge installiert, aber ich habe weder meine Konfiguration von zu Hause mitgebracht, noch ähnlich viel Sorgfalt auf die Feineinstellung aufgewandt. Vor ein paar Wochen hat es mich dann aber doch gepackt, und seitdem konvergieren die beiden Welten. Ich habe eine Menge Konfiguration von zu Hause übernommen, aber auch einige völlig neue Tools für mich entdeckt. Irgendwie bin ich dann angefangen fast meinen kompletten Werkzeugkasten in Frage zu stellen, und ich muss sagen: das Ergebnis gefällt mir. :-)

Nachdem auf dem Computer die meisten Werkzeuge optimiert waren fiel dann mein Blick auf mein altgedientes HTC Desire… und auch das kommt Heute mit einer komplett anderen Ausstattung daher als noch vor vier Wochen. An der Stelle gebe ich zu dass ich immer noch auf ein Nexus 4 schiele, aber mit der neuen Software gefällt mir eigentlich auch der alte Fernsprecher noch ganz gut…

Langer Rede kurzer Sinn: hier ist die neue Kategorie, und hier gilt noch mehr als in den anderen Kategorien: ich freue mich über jede Rückmeldung! Nichts Fast nichts ist so gut dass man es nicht noch verbessern könnte… ;-)

Zumindest scheint irgendjemand der Ansicht zu sein:

IWSS Security Event
Access to this URL is currently restricted because of its classification.
URL: http://www.fabrik-kellerkinder.de/
Content classification: Pornography

Die Kellerkinder-Seite ist eine Community von Leuten die die gleiche Party besuchen wie ich. Im Moment ist die Seite wegen einer größeren Umbau-Aktion geschlossen, aber wenn man mal bei archive.org oder Google danach sucht kann man sich ein Bild von dem angeblichen Schmuddelkram machen: Da ist einfach keiner.

Ich habe mir da nie Gedanken drüber gemacht, aber jetzt wo ich das sehe fällt mir doch ziemlich deutlich ins Auge wie gefährlich Content Classification sein kann. Ich brauche nicht viel Phantasie um mir ein Szenario auszumalen in dem ich mich beispielsweise irgendwo bewerbe, irgendjemand tippt meinen Namen in eine Suchmaschine, kommt auf die Seite und klassifiziert mich als Ferkel. Ohne auch nur gesehen zu haben was auf der Seite tatsächlich angeboten wird, denn das zeigt der Filter natürlich nicht. Oder da ich im Moment nicht vor habe mich irgendwo zu bewerben: letzte Tage habe ich auf einen ‚Request for Qualifications‘ geantwortet. Ein Kunde meines Arbeitgebers sucht Leute für einen Job, ich soll da angeboten werden. Wenn der Kunde mich hinterleuchten will wirft das womöglich ein falsches Bild auf die Firma für die ich arbeite.

Das ist beides nicht abwegig, oder?

Ich habe danach gesucht, aber keine Möglichkeit gefunden um festzustellen ob ich da von einem lokalen Admin klassifiziert wurde, oder ob das global von Trend Micro so eingestellt wurde (von denen stammt der Filter). Mein Hinweisgeber tippt aber auf die globale Variante, da das Produkt bei ihm gerade erst installiert wurde. Also habe ich eine Mail mit der Bitte um Aufklärung an Trend Micro geschrieben, ich bin gespannt ob ich da eine Antwort bekomme…

Wenn jemand einen Tip hat wie ich rausfinden kann ob das eine globale Einstellung ist, oder was ich sonst noch tun könnte: immer her damit…