Darf man sowas sagen?

Die Eröffnungsfeier der Fußball-WM ist abgesagt worden. Das an sich interessiert mich als überzeugten nicht-Fußballer nur ganz am Rande. Nachdenklich gemacht hat mich aber diese Aussage zu dem Thema:

Fedor Radmann, der Kulturbeauftragte des Organisationskomitees für die Fußball-WM 2006, hat die Absage der WM-Eröffnungsgala bedauert. „Ich bin sehr traurig. Ich bin tief überzeugt davon, dass diese Veranstaltung die spannendste und Aufsehen erregendste nach dem Krieg in Deutschland geworden wäre.“

Der Vergleich ist interessant, aber darf man sowas sagen? Ich würde damit rechnen, daß dadurch der Krieg verharmlost wird oder sowas…?

2 Kommentare

  1. Ich denke nicht das er die Gala mit dem Krieg vergleichen will.
    Er meint damit vermutlich die Nachkriegszeit.

    Sollte er mit „spannend“ jedoch tatsächlich den Krieg meinen,
    dann kann man ihn ja mal mit ein paar Leuten zusammensetzen
    die zB an der Ostfront waren, und deren Freunde neben ihnen
    in der Kälte erschossen wurden. …oder ein paar Überlebende
    der Bombadierung von Dresden… Mit denen könnte er ja mal
    diskutieren wie spannend Krieg ist…
    Aber wie gesagt, ich denke er wollte „Nachkriegszeit“ sagen.

    Wobei ich finde das er sich bei weitem überschätzt wenn er denkt,
    dass seine Gala das spannenste Nachkriegsevent ist.
    Ich bin kein „Nichtfussballer“, und was mich an der WM interessiert
    sind die Spiele. I don’t give a fly fuck about diese Eröffnungsgala…

  2. Ja gut, daß mit ’nach dem Krieg‘ nicht nur ein zweiter Platz sondern auch eine Zeitangabe (’seit dem Krieg‘) gemeint sein könnte ist mir Heute Mittag nicht so bewußt geworden. Schön finde ich die Formulierung trotzdem nicht…

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