Drei Monate Telekom, wie Zabbix sie mir zeigt

Drei Monate Telekom, wie Zabbix sie mir zeigt

Aufreger des Tages (zu Recht, wie ich finde) ist ja wohl das Vorhaben der Telekom, Festnetztarife mit einer Volumenbegrenzung zu versehen. Ich kann nach wie vor kein DSL- oder Glasfaser-Kunde werden, daher hoffe ich einfach mal dass die genannten Volumina vereinheitlicht werden.

Bis Januar hatte ich im UMTS-Netz eine Drossel nach 10GB. Seit LTE kann ich ungestraft 30GB übertragen. Technisch gibt das LTE-Netz auf dem Land ’nur‘ 50MBit her (ja, ich jammere auch nicht mehr), ich habe aber den 100MBit-Vertrag gemacht da hier das Volumen größer ist.

Jetzt ist in der Ankündigung die Rede von 75GB bei 16MBit im Festnetz, das ist das kleinste Paket. Bei den 50MBit die ich technisch erreichen könnte wären es 200GB, bei den 100MBit für die ich bezahle sogar 300GB — locker eine Verzehnfachung.

Kriege ich die dann auch? :-)

(Wirklich verbraucht habe ich in der LTE-Zeit übrigens nie mehr als monatlich 16,6GB, und davon gehen allein etwa acht auf das Konto von Zabbix (ja, das könnte man volumensparender installieren — ist dann aber nicht mehr so cool für mich. ;-) ))

So sieht's aus

So sieht’s aus

Ich schrieb ja letzte Tage, dass wir jetzt unser Internet per Telekom LTE beziehen. Mit der Geschwindigkeit und der Verbindungsqualität bin ich immer noch extrem zufrieden.
Zwei Updates kann ich zu dem Thema geben: erstens wurde ich gefragt wie es mit automatischen Verbindungsabbrüchen aussieht. Die scheint es nicht zu geben. Vor drei Tagen habe ich selbst einmal die Verbindung getrennt um was auszuprobieren. Seitdem hat sich meine externe IP nicht geändert, und auch vorher hatte ich das nicht beobachtet. Mich persönlich würde das zwar nur in Ausnahmesituationen stören, aber wenn es nicht passiert: um so besser.
Und zweitens war ich auf der Suche nach einer Möglichkeit, mir anzeigen zu lassen wieviel meines monatlichen Datenvolumens ich verbraucht habe. Vor zwei Jahren hatte die Telekom sowas noch nicht, das war einer der Punkte die mir bei Vodafone besser gefallen hatten. In den Unterlagen die mir mit dem LTE-Zeug geschickt wurden habe ich keinen Hinweis gefunden. Wohl aber in einem Forumseintrag, und das ist genau was ich gesucht hatte: wenn man per LTE verbunden ist (keine Ahnung ob das auch mit UMTS geht) kann man unter pass.telekom.de genau die Informationen einsehen die ich gesucht hatte. Sehr schön, ich werde gleich mal die Seite mit meinem Zabbix bekannt machen… :-)

Wann war der Wechsel?

Wann war der Wechsel?

Nun gut, die Überschrift mag etwas weit aus dem Fenster gelehnt sein. Immerhin ist es nicht mal zwei Jahre her dass ich mich über ‚richtiges‘ Internet gefreut habe.
Wir erinnern uns: DSL-freie Zone und so. Seinerzeit habe ich den Anschluss von der Telekom zu Vodafone umgeschaltet. Über die Telekom habe ich nur EDGE bekommen, mit Vodafone ging wirklich UMTS. Bei gutem Wetter sogar mit HSDPA/HSUPA.
Leider hat die damalige Zufriedenheit in letzter Zeit echte Dämpfer erlitten. In den letzten Monaten war es nicht ungewöhnlich dass die Verbindung 40, teilweise mehr als 50 Mal am Tag abgebrochen ist (gemessen — nicht geschätzt).
Seitdem LTE angekündigt war habe ich immer wieder bei Vodafone gefragt wann hier ausgebaut werden würde. Ich wäre gerne bei denen geblieben, aber im Dezember war der Leidensdruck dann irgendwann zu groß. Auch da konnte man mir noch nichts zu einem Ausbau in meiner Gegend sagen, also habe ich wieder einen Vertrag beim Rosa Riesen abgeschlossen. Ironischerweise kam die Meldung von Vodafone, nach der jetzt doch endlich LTE bereitgestellt würde noch vor der SIM-Karte der Telekom an… :-/
Aber selbst wenn die schneller gewesen wären: im Moment bietet die Telekom einfach den besseren Tarif. Und bei Vodafone wäre ich irgendwo im Randgebiet der ‚Ausleuchtung‘, wenn ich mir die Abdeckungskarte der Telekom ansehe macht es den Eindruck als ob die Antenne auf unserem Haus stünde.
Also wieder Telekom.
Mit dem Anbieter an sich bin ich nicht allzu glücklich. Dazu hatte ich in der Vergangenheit zu viel Ärger mit denen. Der Einstieg war auch wieder die Bestätigung dass sich nicht allzu viel geändert hat. Der Router kam drei Tage nach dem Auftrag an, bis zur SIM-Karte vergingen aber fast drei Wochen. Lieferschwierigkeiten. Bei SIM-Karten. Warum auch immer. Und das stand natürlich nicht im Anschreiben das bei dem Router dabei war. Um das zu erfahren habe ich ein Telefonat mit der Hotline, einen Besuch im örtlichen T-Punkt, sowie noch weitere zwei Telefonate mit der Hotline absolvieren müssen.
Aber im Moment sieht es so aus als ob das Warten sich gelohnt hätte. Der beigefügte Screenshot stammt aus Smokeping, er zeigt die Latenzen die ich zu Google habe. Und die Verbindungsabbrüche die mein Router in letzter Zeit nur durch manuellen Eingriff wieder in den Griff bekommen konnte… :-(
Zur Zeit bin ich zuversichtlich, damit wirklich brauchbares Netz zu haben. Der Router steht bislang noch alles andere als optimal, er zeigt aber ohne externe Antennen jetzt schon durchgehend mindestens ‚drei von fünf Balken‘ an — Heutzutage wohl die offizielle Einheit für Empfangsqualität. Der Vertrag kostet etwa 45 Euro im Monat, enthalten sind ISDN-Anschluss (weiterhin über Kupfer) mit Festnetz-Flatrate, LTE mit bis zu 50MBit (ich habe schon Downloads mit >3MB/Sekunde gemacht) sowie 30GB Volumen. Zur Zeit sehr ordentlich, wie ich finde. Wir werden sehen wie lange die Freude anhält…

Wann wurde der Ausbau von LTE angekündigt? Vor zwei Jahren? Oder ist es schon länger her?
Seitdem frage ich mehr oder weniger regelmäßig nach wann wir mit einem Ausbau in unserer Gegend rechnen können. Insbesondere seit im letzten halben Jahr die Qualität der UMTS-Verbindung immer schlechter geworden ist. Nicht durchgehend, aber immer öfter. In den letzten Tagen zum Beispiel ist die Verbindung am Samstag 50 mal, Sonntag 62, Montag 42 und Gestern 27 mal abgebrochen. Heute 37 mal, aber der Tag ist noch nicht vorbei…
Vor zwei Wochen habe ich die Nase voll gehabt. Ich wollte eigentlich nicht mehr zur Telekom, aber die ist in diesem Fall mal wieder die einzige Alternative. Also habe ich einen Vertrag gemacht.

Es hat mich fast gewundert dass es zwei Wochen gedauert hat, aber Gestern hat Vodafone mir LTE angeboten:-|

Dass die zwei Wochen zu spät gekommen sind ist andererseits auch nur am Rande wichtig. Ein Vertrag der dem ähnelt den ich jetzt beim rosa Riesen gemacht habe hätte runde 20 Euro im Monat mehr gekostet…
(Dass ich mich nicht seit zwei Wochen in unbändigem Hochgeschwindigkeitsjubeln über die Telekom ergehe hat andere Gründe, dazu aber zu gegebener Zeit mehr.)

Kurz gesagt: es geht nicht. :-(

Zumindest nicht wenn man den Anspruch erhebt auch etwas finden zu wollen. ;-)

Die Langversion: Bei der Arbeit bin ich einfacher Benutzer. Kein Administrator. Zumindest nicht auf meinem Arbeitsplatzrechner, einem PC mit Windows XP. Das Ding hat mich schon eine Menge Nerven gekostet, aber das Heute schlägt dem Fass die Krone ins Gesicht.

Vor ein paar Jahren habe ich mich damit abfinden müssen dass ich mit dem Explorer nicht im Inhalt von Dateien suchen kann. Zumindest nicht in irgendwelchen dahergelaufenen Dateien. Ich hatte einen Verzeichnisbaum voll mit PHP-Sourcen, und ich wollte die Datei finden in der eine bestimmte Meldung ausgegeben wird. Ein Fall für grep -r "Meldung" * — auf jedem nicht-Windows zumindest.

Windows sucht — wenn ich mich recht erinnere — erstmal nur in indizierten Dateien. Nach längerer Suche hat mir ein automatisch übersetzter Artikel in der Knowledge Base etwas in der Art „schalt die Indizierung ab, dann funktioniert das auch mit Dateien deren Endung Windows nicht kennt“ gesagt. Einschliesslich einer Anleitung wo der erforderliche Haken versteckt ist. Bei mir war der Haken aber ausgegraut, ich schätze dass das ein fürsorglicher Administrator für mich erledigt hat. Ergo: suchen per Explorer habe ich mir abgewöhnt.

Stattdessen an der Kommandozeile findstr aufgerufen. Das geht zur Not sogar rekursiv, hat mir damals also den Weg zur gesuchten Datei gezeigt.

Heute hat mich aber auch findstr enttäuscht:

findstr findet nichts

findstr findet nichts

Wir sehen eine Textdatei mit einer Zeile Text. Mit findstr kann ich offenbar nicht nach einem Wort suchen. Ein Kollege empfiehlt find. OK, solange ich nicht nach Mustern suchen will klappt das offenbar. Aber was ist das? Wenn ich nach einzelnen Buchstaben suche findet auch findstr etwas! Allerdings mit komischen Zeichen dazwischen…

Sowohl type und find an der Kommandozeile, als auch Notepad und Wordpad können mir den Inhalt der Datei sauber anzeigen. Nur halt findstr nicht.

Aber die komischen Zeichen sind ein Hinweis: mit Vim (ohne den würde ich eingehen) finde ich heraus dass das Fileencoding dieser Datei utf-16le ist. Keine Ahnung wie es dazu gekommen ist, ich bin mir sicher dass ich die Datei mit Bordmitteln erstellt habe. Ursprünglich war das eine RDP-Datei, mit der ich direkt die Verbindung zu einem bestimmten Rechner starten kann.

Fazit: findstr ist auch keine Lösung. Solange ich nichts spezielles will (z. B. nach Mustern suchen. Oder rekursiv in Verzeichnissen. Oder in Datenströmen.) scheint find den Dienst zu tun.

In diesem Fall hat mir Vim das Encoding verraten. Unter Linux hätte es wahrscheinlich auch ein file getan (ungetestet). Wie finde ich eigentlich unter Windows das Encoding einer Textdatei heraus?

Ist es eine Abkürzung oder ein Begriff? Wie auch immer: gerade las ich „tl;dr“ in einem — auch ansonsten ganz interessanten ;-)Heise-Artikel, in Bezug auf die Informationspolitik bei Microsoft:

Die Texte im eigens dazu geschaffenen Blog sind dermaßen lang, dass sie kaum jemand freiwillig bis zum Ende lesen dürfte („tl;dr“). Sie enthalten relativ wenige Neuigkeiten, die künstlich aufgeblasen werden, um durch schiere Textmenge den Eindruck umfassender Information zu erwecken.

Dabei steht „tl;dr“ für „too long, didn’t read„. Vielleicht sollte man das viel öfter auf irgendwelches Zeug antworten das einem so tagtäglich um die Ohren gehauen auf die Augen gedrückt wird…

Seit wir im letzten Jahr unser Internet über Vodafone beziehen bin ich damit eigentlich erstaunlich zufrieden. Gerade ist mir ein weiterer Vorteil gegenüber der Telekom aufgefallen: wenn man das monatliche Freivolumen (immerhin 10GB gegenüber 5GB beim Rosa Riesen) überschreitet kriegt man nicht einfach das Gefühl eines kaputten Internets, Die ‚Drosselung‘ des Traffics auf 64kBit erfolgt offenbar per Packet Dropping, das führt dazu dass bspw. das Laden einer eBay-Suche eine Minute und länger dauern kann, und dabei die Hälfte der Bilder nicht mitgeladen werden weil der Browser sich Timeouts einbildet. Gefühlt ist man tatsächlich mit einem analogen 56kBit-Modem besser unterwegs als mit eingeschalteter Drosselung bei der Telekom.

Aber ich schweife ab.

Ein Angebot das man nicht ablehnen kann

Ein Angebot das man nicht ablehnen kann

Im laufenden Abrechnungszeitraum haben wir offenbar erstmalig das Volumen gerissen (das geht tatsächlich auch ohne Filesharing). Bei Vodafone läuft das dann so dass man beim Browsen auf eine freundliche Hinweisseite umgeleitet wird. Die erklärt einem die Situation, sagt bis wann man unter Umständen mit 64kBit leben müsste und bietet einem an, das Volumen per Klick zu erhöhen. Eine Gnadenfrist, praktisch. Zehn Euro für ein weiteres GB, zwanzig für 5GB. Einfach klicken, die Internetverbindung durchstarten und weitersurfen.

Genau so will man das.

Naja, eigentlich will man DSL, und man will schnell und ohne Volumenbegrenzung surfen können. Aber wenn man schon mit UMTS und Volumenbegrenzung leben muss ist das so vermutlich ideal umgesetzt. Ein weiterer Punkt an dem die Telekom sich gerne mal eine Scheibe abschneiden könnte…