Ist beides Technik, könnte man meinen. Aber es gibt noch mehr: das Betriebssystem.

In einem Podcast (FLOSS Weekly 119: The Mars Rover Drivers) habe ich erfahren dass die Mars-Rover Spirit und Opportunity mit einem kommerziellen Echtzeit-Betriebssystem namens VxWorks betrieben werden.

Immer neugierig habe ich mir den Wikipedia-Eintrag zum Thema durchgelesen und bin darauf gestossen dass das System auch in einigen Canon-Kameras eingesetzt wird. Genauer gesagt in den DIGIC-Prozessoren die für die Bildverarbeitung eingesetzt werden. In meiner EOS 400D steckt ein DIGIC II, und somit das gleiche Betriebssystem das auch auf dem Mars eingesetzt wird… faszinierend!

Wer glaubt dass ich als Elektroniker ein Banause bin sollte mal sehen was passiert wenn ich mich an Mechanik versuche. :-) Ansonsten würde es mich ja glatt reizen, auch so ein System für automatische Panorama-Aufnahmen zu bauen. Unter dem Namen Gigapan kann man das kaufen, und damit kann man Gigapixel-Aufnahmen (!) zusammenstitchen…

Ich sehe gerade eine Aufnahme des Magazins hitec von 3sat. In der aktuellen Folge — Die neuen Augen der Welt — werden einige beeindruckende Hochgeschwindigkeitsfilme gezeigt. Ganz am Ende der Sendung sieht man sogar eine Art Time Fountain.

Mit meinem Hochgeschwindigkeits-Fotoblitzauslöser kann ich leider nur Standbilder aufnehmen. Aber das bringt mich wieder dazu, dass ich eigentlich eine zweite Version des Gerätes bauen möchte… vielleicht gibt die Sendung wieder Schub…

Die Sendung wird am Freitag um 15:00 auf 3sat und am Montag um 19:30 auf dem zdf.dokukanal wiederholt.

Ob die Frage von allgemeinem Interesse ist steht auf einem anderen Blatt Blog. Mir wurde sie Gestern gestellt, und ich fand sie merkwürdig genug um da eine Weile drüber nachzudenken:

Gibt es vegetarisches / veganes Fotopapier?

Hintergrund ist, dass bei der Herstellung von Fotopapier üblicherweise eine Emulsion (eigentlich eine Suspension) mit Gelatine als Trägermaterial verwendet wird. Und Gelatine — bekannt auch aus Weingummi und Paintball-Munition — wird nun mal aus Leichen hergestellt.

Etwas Recherche hat ergeben, dass analoge Fotografie eh nichts für extreme Tierschützer ist: Auch die Emulsion direkt auf dem Film der in die Kamera kommt wird mit Gelatine aufgebracht. Und auch Digitalfotografen sind nicht per se unschuldig: Einige Fotopapiere für Tintendrucker verfügen ebenfalls über eine gelatinehaltige Schutzschicht, die das Ausbleichen verhindert.

Nein, mit Fotoopa meine ich nicht mich. So weit ist es (noch) nicht! :-)

Damit meine ich den Belgier, der unter eben jenem Namen eine umfangreiche Seite zu den Themen Makro- und Hochgeschwindigkeitsfotografie ins Netz gestellt hat. Ganz besonders fasziniert mich die Beschreibung seines selbst konstruierten Apparates zum Fotografieren von Insekten. Im Prinzip ist das was ganz ähnliches wie mein Hochgeschwindigkeits-Fotoblitzauslöser, allerdings um Größenordnungen komplexer und vielseitiger.

Das, und die Tatsache dass ich regelmäßig Anfragen nach Bauanleitungen zu meinem Selbstbau bekomme inspiriert mich jetzt zur Planung einer zweiten Version meines Gerätes. Durch die in Zwischenzeit erworbenen Kenntnisse im Bereich der Mikrocontroller wird das Ding dann natürlich auf einem solchen basieren. Allerdings wird es wohl bei weitem nicht so komplex werden wie die Konstruktion des Fotoopas.

Schade auch, dass ich auf mechanischem Gebiet noch mehr Laie bin als auf elektronischem. Ein zusätzlicher mechanischer Verschluss an der Kamera dürfte die Aufnahme an sich deutlich vereinfachen. Sowas traue ich mir allerdings absolut nicht zu…