Harte Zeiten für interaktives Web

Wieder mal was erschreckendes, bei dem man nur hoffen kann daß es möglichst bald widerrufen wird: Heise meldet, daß der Verlag auch ohne Kenntnis der Inhalte für Besucherbeiträge in seinem Forum verantwortlich ist.

Auslöser der Geschichte war, daß irgendein Kiddie in einem Kommentar zu einem Heise-Artikel dazu angestiftet hat, den Server einer Firma durch Massenhafte Downloads ‚in die Knie zu zwingen‘.

„Sollte sich diese Rechtsprechung durchsetzen, führt das dazu, dass jeder Anbieter, der ungefiltert die Möglichkeit zu Kommentaren bietet, unmittelbar für Rechtsverstöße in den Beiträgen haftet und abgemahnt werden kann“, kommentierte der Justiziar des Heise Zeitschriften Verlags, Joerg Heidrich. Davon seien nicht nur Foren, sondern auch alle anderen Web-Kommunikationsformen wie Blogs, Gästebücher oder sogar Chats betroffen.

Heißt das jetzt, daß ich schnellstens eine Firma gründen, diese anonym zum Beispiel in der Wikipedia verunglimpfe und dadurch das Wikipedia-Projekt kaputt klagen könnte? Wenn ich das richtig verstehe, könnte dieses Urteil das Ende für interaktive Webseiten bedeuten. Oder verstehe ich es falsch? :-(

2 Kommentare

  1. Eigentlich wohl auch das Todesurteil für Produkt- und Preisvergleichsportale wie z.B. CIAO, denn welcher Betreiber bindet sich solch ein Risiko ans Bein… ?! Per Gesetz zur Quasi-Zensur verdonnert zu werden – Wo soll das hinführen? Ich stimme daher völlig zu, das sich Anbieter dieser Gefahr durch Entfernung von GBs, Foren, etc. entziehen werden – logisch aber traurig.

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